Nordex produziert inzwischen zu 90 Prozent für das Ausland: Einblick in die Rotorenproduktion. / Quelle: Unternehmen

21.01.14 Aktientipps

Droht ein weiterer Kursverfall der Aktie von Nordex?

Nachdem die Aktie des Hamburger Windkraftanlagenherstellers Nordex SE seit Dezember kräftig zulegen konnte, ist der Anteilsschein zuletzt stark unter Druck geraten. Er liegt auf Jahressicht zwar immer noch mit 182 Wertzuwachs im Plus. Mit knapp elf Euro notiert das Wertpapier im Xetra jetzt aber etwa sechs Prozent niedriger als vor dem Wochenende, an dem die Pläne von Bundesenergieminister Sigmar Gabriel für Einschnitte bei der Förderung der Erneuerbaren Energien im allgemeinen und bei der Windkraft an Land im Besonderen bekannt geworden sind ( hier (Link entfernt)erfahren Sie mehr darüber).

„Insgesamt ist das EEG-Eckpunktepapier für die Onshore-Windenergie damit strenger ausgefallen als der Koalitionsvertrag uns erwarten lassen hat“, stellt dazu Sven Diermeier fest, Analyst der WGZ-Bank. Er weist darauf hin, dass Nordex im Deutschland-Geschäft bislang etwa eine Zehntel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet hat, in 2013 voraussichtlich noch mehr. „Für 2014 gehen wir nicht von Belastungen aus. Ab 2015 dürfte das Deutschland-Geschäft des Unternehmens aber abbremsen, wobei wir damit rechnen, dass die Auswirkungen auf der Konzernebene begrenzt sein sollten“, so der Analyst. Nordex habe seine Absatzmärkte mittlerweile breit gestreut und allein 20 Kernmärkte definiert.

Der Experte der WGZ-Bank sieht für die Aktie des Windturbinenbauers sogar  „moderates Aufwärtspotenzial“ und rät die Nordex-Aktie zu halten. Als Kursziel nennt er 11,30 Euro.

Nordex SE:   ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x