Ein Nordex-Windrad in Finnland. Der Windkraftanlagen-Hersteller kämpft mit Problemen. / Foto: Unternehmen

14.09.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

DWS-Fonds ziehen sich aus Nordex-Aktie zurück

Die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank hat ihre Beteiligung an dem Windkraftanlagen-Hersteller Nordex deutlich reduziert. Um exakt 3 Prozent schraubte die Deutsche Asset Management Investment GmbH (besser bekannt als DWS) ihren Anteil an Nordex zurück. DWS mit Sitz in Frankfurt/Main hält jetzt nur noch 2,88 Prozent an Nordex, zuvor waren es 4,93 Prozent. Durch die Veräußerung wurde die Schwelle von 3 Prozent unterschritten und musste veröffentlicht werden.

Nordex hat aktuell mit Problemen zu kämpfen: Das Hamburger Unternehmen kündigte erst vor kurzem einen Stellenabbau an (mehr dazu hier). Hinzu kommen Aktien-Leerverkäufe durch Hedgefonds, unter anderem durch den Hedgefonds Marshall Wace LLP.

Bei Leerverkäufen wetten Hedgefonds auf den Fall des Aktienkurses. Da sie keine eigenen Anteile des Unternehmens besitzen müssen, nennt man diesen Vorgang Leerverkauf. Der Kurs der Nordex-Aktie verringerte sich somit seit Anfang 2016: Er sankt von etwa 33,30 Euro auf aktuell 9,75 Euro (14. September 2017).

Die Nachfrage nach Windkraftanlagen ist bei Nordex weiter rückläufig. Auch im Nordex-Kernmarkt Deutschland sowie im übrigen Europa werden die Bedingungen für Windrad-Hersteller schwieriger, unter anderem, weil mehrere Länder Auktionsmodelle für Windenergieprojekte eingeführt haben. 

Nordex SE: ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D65

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