14.01.02

E: Nachhaltige Aktien: Es begann im Wald

(Copyright: ECOreporter.de/Jörg Weber - Verwendung des Textes, auch in Auszügen, nur mit schriftlicher Einwilligung gestattet) Die Idee der Nachhaltigkeit (engl.: sustainability) ist der Forstwirtschaft entlehnt. Ursprünglich soll der Begriff aus der preußischen Waldbewirtschaftung stammen; er bedeutet, dass eine nachhaltige Forstwirtschaft nur so viel Holz schlägt, wie auch wieder nachwächst. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von quantitativer oder starker Nachhaltigkeit. Die heutige Bedeutung lässt sich nicht nur mit dem Begriff "Öko" erklären; sie ist weitaus breiter gefasst. Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft bilden hierbei eine Einheit. Der Kerngedanke besteht darin, dass Unternehmen, die langfristig wirtschaften sowie Mensch und Umwelt gebührend berücksichtigen, erfolgreicher sind als ihre konventionellen Konkurrenten und somit auch zum Nutzen der Aktionäre höhere Aktienkurse erzielen. Als nachhaltig werden Unternehmen eingestuft, die sich durch die Nutzung umweltfreundlicher Techniken, schonenden Umgang mit den Ressourcen, soziales Engagement und offene Informationspolitik auszeichnen.

Richtet man einen Blick auf die als nachhaltig eingestuften Unternehmen, so wird einem "Umweltinvestor" zunächst der Bezug zu Umwelt unklar erscheinen: Denn keine Branche wird ausgelassen, kein Unternehmen von vornherein bei der Auswahl ausgeschlossen. So lassen sich Unternehmen wie SAP, Unilever, Nokia oder Dell Computer als große Positionen in "Sustainability-Fonds" finden. Fazit: Wer den Markt des Grünen Geldes untersuchen und fundamentale Marktdaten zu Umweltaktien recherchieren will, dem ist durch Definitionen wenig weitergeholfen, weil sie kaum eingrenzen.
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