20.12.11 Anleihen / AIF , ECOanlagecheck

ECOanlagecheck: Geschlossener Fonds HydropowerInvest II von Aquila



Der Fonds soll sich unmittelbar oder mittelbar über eine deutsche oder ausländische Holding an Wasserkraftgesellschaften im Ausland beteiligen. Derzeit hat der Fonds noch keine Wasserkraftwerke erworben (Stand: 24. November 2011). Die Fondsgeschäftsführung plant, für umgerechnet rund 70 Millionen Euro ein Wasserkraftwerk mit einer Nennleistung von 19,5 MW in der Türkei (nachfolgend „Türkei 1“ genannt) zu erwerben. Zudem prüft die Geschäftsführung weitere Wasserkraft-Projekte in der Türkei, in Slowenien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien und Rumänien.

Die Aquila Gruppe wurde 2001 gegründet und hat nach eigenen Angaben über 110 Mitarbeiter. Die Fondsanbieterin Aquila Capital Structures Assets GmbH aus Hamburg ist innerhalb der Aquila Gruppe das Emissionshaus für geschlossene Fonds. Sie hat seit 2006 einen Private Equity-Fonds aufgelegt, drei Klimaschutzfonds, die in Projekte im Markt für CO2-Emissionszertifikate investierten, drei Waldfonds, vier Agrarfonds und fünf Solarfonds. Im Mai 2011 hat sie mit dem „Private Placement“ (Privatplatzierung) Aquila Norway HydropowerInvest erstmals ein Angebot mit dem Investitionsziel Wasserkraft auf den Markt gebracht.

Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

Eigenkapitalvolumen: 30,1 Millionen Euro
Platzierungsgarantie: Nein
Agio: 1,5 Millionen Euro

Die geschäftsführende Kommanditistin kann das Eigenkapitalvolumen um bis zu 100 Millionen Euro erhöhen. Das Fremdkapital wird auf Projektebene und nicht auf der Ebene der Fondsgesellschaft aufgenommen. Nach Angaben der Anbieterin wird die Eigenkapitalquote höher sein als bei anderen Erneuerbaren-Energien-Finanzierungen wie z. B. Photovoltaik oder Wind. Bezogen auf das Gesamtinvestitionsvolumen (konsolidierte Betrachtung auf Ebene der Fondsgesellschaft) werde der Fremdkapitalanteil zwischen 55 Prozent und 60 Prozent liegen. Das Projekt Türkei 1 verfügt bereits über eine Fremdfinanzierung einer türkischen Großbank. Aufgrund einer Verschwiegenheitsklausel seien noch keine näheren Angaben dazu möglich, erklärte die Anbieterin (Stand: 24. November 2011).

Fondsnebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)

Agio: 5,0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 5,0 Prozent
Konzeption: 2,3 Prozent
Prospekterstellung und Marketing: 0,6 Prozent
Sonstige Kosten: 1,1 Prozent
Gesamtweichkosten: 14,0 Prozent

Neben den angeführten Kosten werden laut Prospekt in der Investitionsphase zudem voraussichtlich Kosten und Provisionen in ungenannter Höhe für die Projekt- und Fremdkapitalvermittlung sowie für weitere Organisations- und Managementtätigkeiten anfallen. Laut Prospekt ist es möglich, dass eine Gesellschaft der Aquila Unternehmensgruppe diese Tätigkeiten zu „marktüblichen Konditionen“ übernimmt.

Laufende Kosten

Fondsverwaltung und Anlegerbetreuung (erstes Jahr): 0,4 Prozent des Kommanditkapitals
Kostensteigerung (Kalkulation, Vergütungen werden an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes der EU 27 angepasst): 2,0 Prozent pro Jahr
Die laufenden Kosten auf Ebene der Holding (Management) sowie auf Projektebene (Geschäftsführung, Betriebsführung, Instandhaltung) werden im Prospekt nicht näher betrachtet. Laut Fondskonzept soll die geschäftsführende Kommanditistin Aquila Capital Real Assets Management GmbH das Management der Wasserkraftwerke unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung besteht aber noch nicht (Stand: 24. November 2011). Die Vergütung soll laut Prospekt „marktüblich“ sein. Beim Projekt Türkei 1 soll die jährliche Vergütung für Aquila maximal 5 Prozent der Überschüsse der Wasserkraftgesellschaft vor Steuern (EBT, „earnings before taxes“) betragen.

Laut Prospekt sollen für den Betrieb der Wasserkraftwerke Vollwartungsverträge abgeschlossen werden. Die prognostizierten Betriebskosten (inkl. Nebenkosten wie Versicherung, Netz- und Konzessionsabgaben etc.) dürfen gemäß Investitionskriterium nicht höher als 1,5 Eurocent pro Kilowattstunde (kWh) liegen.

Laufzeit und Ausschüttungen

Laufzeit: 20 Jahre (prognostiziert), erstmaliges Kündigungsrecht zum 31. Dezember 2031
Gesamtausschüttung: 589 Prozent (inkl. 105 Prozent Kapitalrückzahlung)
Ausschüttung durch Verkaufserlös: 353 Prozent
Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR): 10,3 Prozent
Einspeisevergütung (Wasserkraft Türkei): 0,073 US-Dollar/kWh

Strom aus Wasserkraft wird gemäß dem türkischen Erneuerbare-Energien-Gesetz seit Januar 2011 mit 7,3 US-Cent pro kWh vergütet. Die Einspeisevergütung gilt für Kraftwerke, die bis Ende 2015 in Betrieb gehen und ist auf zehn Jahre begrenzt. Alternativ können individuelle Stromabnahmeverträge mit Abnehmern abgeschlossen werden, die mehr als 30 GWh Strom im Jahr verbrauchen. Die Vergütung erfolgt dann zu Strommarktpreisen, die Ende 2010 in der Türkei bei ungefähr 7,8 US-Cent pro kWh lagen.

Erstmals nach Ablauf von 20 Jahren und danach alle drei Jahre darf die Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit beschließen, ob die Fondsgesellschaft fortgesetzt oder beendet wird. Darüber hinaus plant die Fondsgeschäftsführung ab dem Jahr 2020, Kaufangebote für die Wasserkraftwerke des Fonds einzuholen und den Gesellschaftern zur Abstimmung vorzulegen. Ein Kaufangebot gilt in diesem Fall als angenommen, wenn die Stimmenmehrheit mehr als 75 Prozent beträgt.

Zur Berechnung des Verkaufserlöses wurden in der Wirtschaftlichkeitsprognose der Nettobarwert der zukünftigen Cash Flows (Erträge), die der Käufer der Anlagen nach Einschätzung der Anbieterin bis zum Laufzeitende der Betriebskonzessionen zu erwarten hat, mit 10 Prozent pro Jahr abdiskontiert (abgezinst). Beim Projekt Türkei 1 hat Aquila die Lebensdauer der Anlage mit der Konzessionsdauer gleichgesetzt, die bei rund 50 Jahren liegt. Nach eigener Aussage kalkuliert Aquila mit einer Strompreiserhöhung von 2,5 Prozent pro Jahr. Infolgedessen liegt der in der Wirtschaftlichkeitsprognose prognostizierte Verkaufserlös über 30 Prozent über dem Einkaufspreis für die Wasserkraftwerke. Das erscheint angesichts der möglichen langen Lebensdauer von Wasserkraftwerken durchaus realistisch. Die Lebensdauer von Wasserkraftwerken hängt allerdings von vielen Faktoren ab, von direkt einwirkenden (z. B. Qualität der Technik und Wartung) sowie von mittelbaren und langfristig möglichen Faktoren (z . B. Klimawandel, Zerstörungen durch Bürgerkrieg). Zuverlässige Vorhersagen sind hier – gerade auf Sicht von mehreren Jahrzehnten – kaum möglich.

Die Ausschüttungsprognose ist nicht reduziert um die Quellensteuer, die auf die Dividenden bzw. Zinszahlungen der Holding- und Wasserkraftgesellschaften zu zahlen ist, da in der Prognoserechnung unterstellt wird, dass diese Quellensteuer beim Anleger voll angerechnet werden kann. Die Fondsgesellschaft ist als vermögensverwaltende Personengesellschaft konzipiert, so dass die Einkünfte des Anlegers aus der Beteiligung an der Fondsgesellschaft der Abgeltungssteuer unterliegen. Laut steuerlicher Fondskonzeption muss der Anleger im Rahmen seiner persönlichen Einkommenssteuerveranlagung die Differenz aus der bereits abgeführten Quellensteuer und der Abgeltungssteuer zahlen.

Investitionen

Derzeit hat der Fonds noch keine Wasserkraftwerke erworben (Stand: 24. November 2011). Die Fondsgeschäftsführung plant, zunächst für umgerechnet rund 70 Millionen Euro ein Wasserkraftwerk mit einer Nennleistung von 19,5 MW in der Türkei zu erwerben. Für das Projekt besteht eine Absichtserklärung (Letter of Intent). Das Projekt Türkei 1 ist laut Prospekt technisch geprüft und befindet sich in der Endphase der rechtlichen und steuerlichen Due Diligence (Prüfung), die nach Aussage der Anbieterin voraussichtlich noch im Dezember 2011 abgeschlossen sein wird. Das Wasserkraftwerk Türkei 1 steht laut Prospekt kurz vor der Fertigstellung und soll Anfang 2012 in Betrieb gehen.

Neben diesem Wasserkraftwerk hat die Fondsgesellschaft laut Prospekt eine exklusive Zugriffsmöglichkeit auf 16 weitere Wasserkraftwerke in der Türkei, von denen neun bereits im Betrieb sind. Die ins Auge gefassten Kraftwerke haben eine Leistung von zusammen 1.900 MW, wovon 850 MW auf die Türkei entfallen. Weitere Zielländer sind Slowenien (725 MW), Serbien (160 MW), Bosnien-Herzegowina (100 MW), Bulgarien (70 MW) und Rumänien (3 MW). Bei einigen Projekten in Bosnien-Herzegowina (20 MW), Slowenien (10 MW) und Bulgarien (5 MW) ist bereits die technische Due Diligence abgeschlossen. Allerdings wird, auch bei einer Erhöhung des Eigenkapitalvolumens auf 130 Millionen Euro, nur ein kleiner Teil der dargestellten Gesamt-Pipeline gekauft werden können.

Grundsätzlich soll die Fondsgesellschaft keine Wasserkraftwerke erwerben, die sich noch in der Projektentwicklungsphase befinden. Die Investitionskriterien sehen vor, dass alle Genehmigungen, Lizenzen, Konzessionen, fixe Errichtungspreisangebote und Netzanschlussverträge vor dem Kauf vorliegen müssen. Bereits fertig gestellte Kraftwerke dürfen nicht älter als drei Jahre sein oder müssen innerhalb der letzten drei Jahre renoviert oder modernisiert worden sein.

Ökologische Wirkung

Die Investitionen des Fonds stehen noch nicht fest, so dass eine detaillierte Bewertung der ökologischen Wirkung einzelner Projekte nicht möglich ist. Laut Investitionskriterium muss für jedes Wasserkraftwerk-Projekt, das der Fonds erwerben will, vorab eine Umweltverträglichkeitsstudie durch einen unabhängigen Gutachter erstellt werden. Das erste Zielinvestment des Fonds, das Projekt Türkei 1, hat nach Angaben von Aquila den CDM (Clean Development Mechanism)-Gold-Standard, ein Art Gütesiegel für Klimaschutzprojekte, erhalten. CDM ist ein Mechanismus, der im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingeführt wurde, und der es Industrieländer erlaubt, ihre Reduktionsverpflichtungen (CO2-Ausstoß) durch emissionsmindernde Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zu erfüllen.

Wasserkraftwerke erzeugen Strom, ohne dass dabei klimaschädliche Gase entstehen. Sie sind allerdings nicht von vorneherein umweltschonend, sondern müssen an Flora und Fauna angepasst sein. Beispielsweise beeinflusst ein Laufwasserkraftwerk mit der Stauung des Wassers stark den natürlichen Flusslauf und ruft somit in der Regel auch ökologische Veränderungen (z. B. Fischwanderung, Versandung) hervor.
Hierzu sind derzeit keine Bewertungen möglich. Allerdings gibt es für das Projekt Türkei 1, die geplante erste Investition des Fonds, einen Umweltbericht. Nach Angaben von Aquila darf dieser aber aufgrund einer Verschwiegenheitsklausel derzeit noch nicht herausgegeben werden. In dem Umweltbericht wird laut Prospekt als Ergebnis festgehalten, dass das Wasserkraftprojekt „keinerlei“ nachhaltige negative soziale und umweltökonomische Einflüsse auf Meteorologie, Klima, Bodenschätze, Kulturstätten, Naturschutzgebiete, Wasserschutzmaßnahmen und Ökosystems ausübe.

Risiko

Derzeit hat der Fonds noch keine Wasserkraftwerke erworben (Stand: 24. November 2011). Alle Projekte, die die Fondgeschäftsführung in die Vorauswahl genommen hat, befinden sich derzeit noch in verschiedenen Prüfungsphasen (Due Diligence), so dass noch nicht feststeht, welche Wasserkraft-Projekte der Fonds kaufen wird (ein so genanntes Blind-Pool-Risiko). Der Fonds soll die Wasserkraftwerke schlüsselfertig von den Generalunternehmern übernehmen. Allerdings können auch Wasserkraftwerke gekauft werden, die zum Kaufzeitpunkt noch nicht errichtet sind, so dass der Fonds ein Bauherrenrisiko trägt. Die Fondsgesellschaft soll aber keine Wasserkraftwerke erwerben, die sich noch in der Projektentwicklungsphase befinden: Der Projektstatus muss laut Investitionskriterium mindestens „ready to build“ lauten. Es können sich zudem Währungsrisiken ergeben, wenn die Wasserkraftgesellschaften Einnahmen erzielen, die nicht in Euro anfallen. Ähnliches gilt für die Kauf- und Verkaufspreise der Wasserkraftwerke. So ist z. B. das feste Kaufpreisangebot für das Projekt Türkei 1 in US-Dollar ausgewiesen.

Der Fonds plant, in Wasserkraftwerke in verschiedenen Ländern Südosteuropas zu investieren. Der Investitionsfokus liegt auf der Türkei. Aber auch Slowenien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien und Rumänien sind mögliche Zielländer. Besonders in der Türkei steigt der Strombedarf infolge des dortigen Wirtschaftsbooms. Allerdings kann die Rechtssicherheit für Investoren in diesen südeuropäischen Ländern, trotz der Investitionsschutzabkommen mit Deutschland, geringer sein als im EU-Durchschnitt. So liegen die Zielländer des Fonds beispielsweise im Korruptionsindex 2010 von Transparency International nur zwischen den Rängen 56 (Türkei) und 91 (Bosnien-Herzegowina). Ausnahme: Slowenien mit Rang 27. Gravierend sind die Probleme in Bosnien-Herzegowina. Beispielsweise liegt das Land in dem Index of Economic Freedom des Jahres 2011, der von der Heritage Foundation gemeinsam mit dem Wall Street Journal erstellt wurde, nur auf Rang 146 in der Rubrik Eigentumsrechte. Einige Kritikpunkte sind: größtenteils ungeklärte Eigentumsverhältnisse, kein Investorenschutz durch die Justiz, vertragliche Ansprüche kaum durchsetzbar. Die Anbieterin arbeitet seit letztem Jahr an einem Fonds mit Wasserkraftanlagen in Bosnien-Herzegowina. Grundsätzlich behält sich die Fondsgesellschaft laut Prospekt vor, für alle Projekte eine Bundesgarantie zu beantragen, sofern die dafür notwendigen Bedingungen (z. B. Umweltverträglichkeit) erfüllt sind. Mit den Investitionsgarantien des Bundes werden Direktinvestitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert, indem sie den Garantieinhaber gegen Beeinträchtigungen absichern, die durch politische Instabilitäten im Investitionsland entstehen können.

Die Höhe der Stromproduktion von Laufwasser-Kraftwerken ist abhängig von der Menge des fließenden Wassers. Es besteht daher das Risiko, dass in Trockenperioden Pegelstände und somit auch die Stromproduktion sinkt. Viele Länder in Südosteuropa leiden nach Medienberichten derzeit nach mehr als sieben Monaten ohne ergiebigen Regen unter einer extremen Trockenheit (Stand: 25. November 2011). Infolgedessen fiel beispielsweise in Serbien die Stromproduktion der Wasserkraftwerke den Angaben nach auf nur noch ein Drittel der üblichen Menge. Die Anbieterin investiert zwar nach eigenen Angaben nur in Projekte, denen hydrologische Gutachten eine sehr gute Wasserverfügbarkeit bescheinigen. Es kann aber trotzdem nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftig infolge des Klimawandels extreme Trockenheitsperioden verstärkt auftreten. In diesem Fall würde sich für die Wasserkraftgesellschaften des Fonds aufgrund der geringeren Erträge das Risiko erhöhen, dass sie Tilgungs- und Zinszahlungen an die Fremdkapitalgeber nicht vollständig leisten können. Das Projekt Türkei 1 profitiert nach Angaben von Aquila von vorgelagerten Stauseen, die maßgeblich dazu beitragen sollen, die zur Verfügung stehenden Wassermengen auf hohem Niveau zu stabilisieren.

Fazit:

Finanziell


Der Fonds investiert in Wasserkraftwerke in Südosteuropa mit Schwerpunkt Türkei. Bislang hat der Fonds noch keine Projekte gekauft (Stand: 24. November 2011). Voraussichtlich wird der Fonds zuerst ein Wasserkraftwerk in der Türkei erwerben. Die Länder in der Zielregion des Fonds bergen aufgrund der im Vergleich zum EU-Durchschnitt teilweise instabileren Rechts- und Politiksysteme teilweise höhere Risiken. Der Großteil der prognostizierten Ausschüttungen soll aus dem Verkauf der Anlagen erzielt werden. Die Darstellung der Fondsnebenkosten sowie der laufenden Kosten ist – teilweise bedingt durch die Blindpool-Konzeption – unterdurchschnittlich transparent.

Nachhaltigkeit

Stromproduktion durch Wasserkraft ist klimaschonend. Ob die Projekte aber insgesamt umweltfreundlich und sozialverträglich sind, also beispielsweise keine Naturschutzbelange beeinträchtigen, kann erst nach einer Veröffentlichung der Projektinformationen und der Gutachten abschließend bewertet werden.

ECOreporter.de-Empfehlung

Die Stromerzeugung mittels Wasserkraft kann auf eine lange technische Tradition zurückgreifen. Der Fonds will Wasserkraftwerke schwerpunktmäßig in der Türkei erwerben, die zusätzlichen Bedarf an im Land selbst erzeugtem Strom haben dürfte. Da es sich um einen Blind Pool handelt, bei dem die Projekte noch nicht (im Detail) bekannt sind, sind weder die Risiken noch die Nachhaltigkeit des Fonds derzeit abschließend zu beurteilen.

Basisdaten

Anbieterin und Prospektverantwortliche: Aquila Capital Structured Assets GmbH, Hamburg
Fondsgesellschaft (Emittentin): Aquila Southeast Europe HydropowerInvest II GmbH & Co. KG, Hamburg
Komplementärin: Aquila Capital Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg
Geschäftsführende Kommanditistin: Aquila Capital Real Assets Management GmbH, Hamburg
Treuhänderin: Caveras Treuhand GmbH, Hamburg
Beteiligungsform: Direktkommanditist oder Treugeber

Fondswährung: Euro
Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 30,1 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 15.000 Euro
Agio: 5 Prozent
Laufzeit: 20 Jahre (prognostiziert), erstmaliges Kündigungsrecht zum 31. Dezember 2031

BaFin-Gestattung: Ja
Leistungsbilanz: Ja
IDW-Prospektprüfungsbericht: Ja
Mittelverwendungskontrolle: Assensis GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg
Sensitivitätsanalyse: Ja
Prospekthaftung: 6 Monate
Haftsumme: 1 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis), 100 Prozent der Kommanditeinlage (Innenverhältnis)

Bildhinweis: Südeuropäische Wasserkraftprojekte. / Quelle: Aquila
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