13.12.12 Anleihen / AIF , ECOanlagecheck

ECOanlagecheck: Geschlossener Heizwerkefonds Sweden WoodEnergy 1 von Green Investors

Wärme für das kalte Schweden – das ist das Geschäft des geschlossenen Fonds Sweden WoodEnergy 1 der Green Investors AG aus Düsseldorf. Der Fonds investiert indirekt in mehrere Holzheizwerke in Schweden. Anleger können sich ab 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio an dem Fonds beteiligen. Der ECOanlagecheck analysiert das Angebot.


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In Schweden sind Winter das, was man sich hier unter echten Wintern vorstellt: schneereich und kalt. Umso erstaunlicher, dass die Schweden oft noch mit Strom heizen. Anstelle der mit Wasser befüllten Heizkörper hängen vielfach an den Wänden elektrische Heizelemente. Dabei sind in Schweden, wie auch in Deutschland, die Energiepreise in den letzten Jahren kräftig gestiegen. Natürlich gibt es in Schweden auch Öl- und Gasheizungen. Die Preise für Öl und Gas sind aber in Schweden höher als in Deutschland. Da Schweden zu großen Teilen mit Wald bedeckt ist, wird dort viel mit Holz geheizt. Das ist kostengünstig. Und das Holz setzt bei der Verbrennung in etwa die Menge des Klimagases CO2 frei, die es vorher gespeichert hat.

Hier setzt der Sweden WoodEnergy 1 an: Im Kern geht es darum, Holzheizwerke zu betreiben. Wobei die Betonung auf Heizen liegt, denn anders als in Deutschland lohnen sich in Schweden auch reine Heizwerke, deren Hauptaufgabe es eben nicht ist, Strom zu erzeugen und nur nebenbei Wärme zu liefern. Vielmehr steht die Versorgung mit Fernwärme im Vordergrund.

Bis zu sechs solcher Holzheizwerke soll der Fonds indirekt erwerben. Eines ist bereits erworben und in Betrieb. Da die Anlage allerdings nur eine Leistung von 1 Megawatt (MW) hat, gilt sie eher als Kompetenzausweis für den Fonds. Der Standort ist Krokek, 170 südwestlich Kilometer von Stockholm. Die weiteren Anlagen sollen im Durchschnitt 7,5 MW haben. Dabei kann es sich laut der Planung einerseits um Öl-Heizwerke handeln, die auf Holz umgerüstet werden. Andererseits werden auch neue Holzheizwerke ins Auge gefasst, die in das wachsende Fernwärmenetz einspeisen sollen. Der Anteil der Fernwärme an der Gesamtwärmeerzeugung in Schweden liegt bei etwa 55 Prozent.

Die Heizwerke sollen nach Angaben der Fondsanbieter in Südschweden liegen, wo die Mehrzahl der Schweden lebt. Kommunen suchen dort Betreiber für die Heizwerke, so der Fonds, der bisher zehn Heizwerke in die engere Auswahl genommen hat.

Holzheizungen gibt es in jeder nur denkbaren Leistungsgröße. Ganze Industriegebäude werden in Schweden mit Holz beheizt. Schweden hat bereits 1994 eine CO2-Steuer eingeführt, die Biomasse-Brennstoffe begünstigt. Daher hat Biomasse – speziell Holz – mittlerweile mit über 57% den größten Anteil innerhalb der Erneuerbaren Energien in Schweden. Insgesamt hat Schweden schon bislang einen wesentlich höheren Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch als Deutschland. Schweden scheint auf einem erfolgreichen Weg, das EU-Klimaziel von 50 Prozent Anteil Erneuerbarer am Gesamtenergieverbrauch bereits in diesem Jahr zu erreichen. Wohl gemerkt: am Gesamtenergieverbrauch. Also einschließlich der für Heizung, Wirtschaft und Mobilität nötigen Energie, nicht nur für Strom.

Rechtliche Konstruktion


Die Fondsgesellschaft hat im November 2011 einen so genannten „Partizipationsschein“ („Profit Participation Certificate Agreement“) der schwedischen Betreibergruppe und Kapitalgesellschaft CO2NE Neutral Energy i Sverige AB gezeichnet. Dieser Partizipationsschein hat einen nominalen Wert von bis zu 17,85 Millionen Euro. Das Kapital des Partizipationsscheins stellt für die schwedische Betreibergruppe eine Mischform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital dar. Er ist insofern teilweise vergleichbar mit dem deutschen Genussrecht.

Die Fondsgesellschaft nimmt als Zeichner des Partizipationsscheins nicht an eventuellen Verlusten der Betreibergruppe teil. Somit hat der Fonds bei Laufzeitende einen Anspruch auf Rückzahlung des Partizipationsscheinskapitals. Allerdings sind die Ansprüche des Fonds laut Prospekt nicht besichert. Bei Insolvenz, Liquidation oder Unternehmenssanierung der Betreibergruppe sind die Ansprüche des Fonds gegenüber allen erstrangigen Schulden (z. B. Bankdarlehen) nachrangig. Allerdings wird das Partizipationskapital vor dem Eigenkapital bedient.

Während der Laufzeit des Partizipationsscheins soll der Fonds gemäß Zinsplan Zinszahlungen von durchschnittlich rund 12,3 Prozent pro Jahr bezogen auf das Partizipationsscheinkapital erhalten.
Fondsanbieterin und Leistungsbilanz
Anbieterin des Fonds ist die Green Investors AG aus Düsseldorf, erst 2011 gegründet. Eine Leistungsbilanz hat sie daher nicht. Alleinige Gesellschafterin der Anbieterin ist die Konzept & Lösung Consulting GmbH aus Düsseldorf

Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

Eigenkapitalvolumen: 20 Millionen Euro
Platzierungsgarantie: Ja
Agio: 1 Million Euro

Wenn bis Ende 2012 nicht mindestens drei Millionen Euro von Anlegern gezeichnet sind, soll die Platzierungsgarantie greifen und die bis zur drei Million Euro-Grenze fehlende Summe übernehmen. Platzierungsgarantin ist die DI Beteiligungsgesellschaft mbH. Sie ist auch die Komplementärin der Fondsgesellschaft.

Fondsnebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)

Agio: 5,0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 8,0 Prozent
Konzeption: 0,2 Prozent
Prospekterstellung: 0,7 Prozent
Rechts- und Steuerberatung: 0,6 Prozent
Sonstige Kosten: 0,5 Prozent
Gesamtweichkosten: 15,0 Prozent

Die Vergütung für die Eigenkapitaleinwerbung ist abhängig von der Höhe des eingeworbenen Kapitals. Die restlichen Weichkosten in Höhe von 389.000 Euro stellen Fixkosten dar. Die Weichkostenquote bezieht sich auf die Kosten, die auf Fondsebene entstehen. Laut Liquiditätsrechnung der Betreibergruppe belaufen sich die sonstigen Investitionskosten, die nicht zu den Anschaffungskosten der Holzheizwerke zählen, auf rund zwei Millionen Euro. Nach Aussage der Initiatorin fließen diese sonstigen Investitionskosten in die Kapitaldienstreservekonten ein.

Laufende Kosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten des Fonds wurden mit rund 131.000 Euro pro Jahr kalkuliert. Die Treuhand-, Haftungs- und Geschäftsführungsvergütungen von insgesamt 15.000 Euro erhöhen sich laut Vertrag jährlich um zwei Prozent.

Laufzeit und Ausschüttungen

Laufzeit: 8 Jahre (Planung), kein Kündigungsrecht für den Anleger
Gesamtausschüttung: 191 Prozent (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung)
Ausschüttung durch Rückzahlung des Partizipationsscheinskapitals: 89 Prozent
Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR): 9,4 Prozent
Verkaufserlös Wärme (Kalkulation): 0,85 Schwedische Kronen je kWhthermisch (umgerechnet ca. 0,092 Euro/kWhthermisch)

Die Betreibergruppe soll laut Prospekt ihre Einnahmen ausschließlich aus dem Verkauf von Fernwärme erzielen. Der im Prospekt prognostizierte anfängliche Verkaufspreis liegt bei 0,85 Schwedischen Kronen pro kWhthermisch. 2011 reichte diese Preisspanne nach Angaben der Initiatorin gemäß der Statistik von „Svensk Fjärrvärme“ von 46,4 bis 106,7 Schwedische Kronen, bei einem Mittelwert von 81,8 Schwedischen Kronen. Es wird im Prospekt mit einer jährlichen Steigerung der erzielbaren Wärmepreise von zwei Prozent pro Jahr gerechnet.

Der Fonds soll laut Plan im Dezember 2020 enden. Der geschäftsführende Kommanditist kann die Laufzeit um zweimal ein Jahr verlängern. Die schwedische Betreibergruppe kann die Rückzahlung des Partizipationsscheinskapitals ebenfalls um zweimal ein Jahr bis April 2022 verlängern. Die Betreibergruppe hat zudem das Recht zur vorzeitigen vollständigen Rückzahlung des Kapitals. Eine vorzeitige Tilgung ist frühestens zum 31. Dezember 2014 möglich.

Kompetenzen

Verantwortlich für die Standortidentifikation und –entwicklung der CO2NE Neutral Energy i Sverige AB ist Stefan Andersson. Er war nach Angaben des Fonds 1978 einer der ersten Anbieter von Holzhackschnitzeln als Brennstoff.

Vorstandsvorsitzender der Betreibergesellschaft CO2NE ist Prof. Dr. Lars Strömberg. Er war unter anderem Chef der Forschung und Entwicklung beim Stromkonzern Vattenfall International und hat mehr als 25 Biomassekraftwerke konzipiert und gebaut. Er war unter anderem Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Null Emission“ der EU-Kommission, Mitglied des World Energy Councils und der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1998 ist er Professor an der Schwedischen Chalmers University of Technology.

Berater für die CO2NE ist das Beratungsunternehmen Prolignis aus Ingolstadt.
Ökologische Wirkung

Schweden ist – noch vor Finnland - das waldreichste Land Europas und verfügt über eine alteingesessene, wirtschaftskräftige Holzindustrie. Der größte Teil der schwedischen Wälder besteht aus Nutzwäldern, nicht aus Urwäldern, Naturreservaten oder Nationalparks. Die Holzheizwerke des Fonds sollen Holzhackschnitzel verbrennen, die aus schwedischen Nutzwäldern stammen. Ob diese Wälder etwa nach FSC-Kriterien bewirtschaftet werden, wird erst die Zukunft zeigen. Abhängig sein wird das auch von den Standorten der Holzheizwerke. Festgelegt auf FSC-Holz hat sich der Fonds nicht. Insgesamt gilt die schwedische Holzwirtschaft als nachhaltig.

Grundsätzlich ist das Heizen per Fernwärmeheizung mit Holz in den waldreichen Regionen Skandinaviens ökologisch sinnvoll.

Risiko

Der Gründungskommanditist der Fondsgesellschaft, Erik Schäfer, ist zugleich Geschäftsführungsmitglied der Komplementärin des Fonds, Vorstand der Treuhänderin und Aufsichtsratvorsitzender der Fondsanbieterin. Zudem hält er 100 Prozent der Anteile an derjenigen Gesellschaft, die 100 Prozent der Anteile an der Fondsanbieterin hält. Als Alleingesellschafter hat er einen starken Einfluss auf den Vorstand der Fondsanbieterin, Ingo Soriano Eupen, der auch als geschäftsführender Kommanditist der Fondsgesellschaft fungiert.

Erik Schäfer und sein Bruder Elmar Schäfer sind auch geschäftsführende Gesellschafter der luxemburgischen DI Power Holding S. A., die 100 Prozent der Anteile der schwedischen Betreibergruppe hält, deren Partizipationsschein die Fondsgesellschaft gezeichnet hat. Zudem ist Erik Schäfer Mitglied im Direktorium der Betreibergruppe. Der Initiator der schwedischen Betreibergruppe, Stefan Andersson, ist zugleich Aufsichtsrat der Treuhandkommanditistin (Treuhänderin), die die Interessen der als Treugeber beteiligten Anleger vertreten soll. Aufgrund der personellen Verflechtungen zwischen den Vertragspartnern sind Interessenskonflikte möglich.

Die schwedische Betreibergruppe plant, ihre Investitionen zu rund 47 Prozent mit dem Partizipationsscheinkapital und zu rund 53 Prozent mit Fremdfinanzierungsdarlehen zu finanzieren. Die Ansprüche der Darlehensgeber sind vorrangig. Die Darlehen sollen laut Liquiditätsberechnung bereits bis 2019 komplett getilgt werden. Der Fonds profitiert somit nicht von den meist lastenfreieren Jahren, die nach Rückzahlung der Kredite beginnen. Abweichungen von der Prognoserechnung können dazu führen, dass die Betreibergruppe keine Zinszahlungen an den Fonds leisten kann.

Wenn die Betreibergruppe in einem Jahr keine Zinszahlungen an den Fonds leisten kann, werden die Zinsen vorgetragen. Mit dem Ende der Laufzeit des Partizipationsscheins verfallen die aufgelaufenen Ansprüche des Fonds auf Zinszahlungen  In den Partizipationsschein-Bedingungen zwischen Fondsgesellschaft und Betreibergruppe sind allerdings hohe Hürden für eine Zinsstundung und eine daraus evtl. folgende endgültige Löschung des Zinszahlungsanspruchs nach Ende der Fondslaufzeit vereinbart. Diese gelten nur für den Fall, dass die Zinszahlungen zu einer unmittelbaren Insolvenz der Betreibergruppe führen würden – unter der Voraussetzung, dass ein zu bestellender unabhängiger Wirtschaftsprüfer dies auch entsprechend testiert.

Der Anspruch des Fonds auf Rückzahlung des Partizipationsscheinskapitals besteht unabhängig von Verlusten der schwedischen Betreibergruppe. Dieser Anspruch ist aber nicht besichert. Die Partizipationsscheinvereinbarung zwischen der Fondsgesellschaft und der schwedischen Betreibergruppe sieht Zahlungen in Euro vor, so dass die Fondsgesellgesellschaft und die Anleger bei einem Fortbestehen des Euro kein unmittelbares Wechselkursrisiko tragen. Allerdings tätigt die Betreibergruppe ihre Investitionen größtenteils in Schwedischen Kronen.

Anders als bei vielen anderen geschlossenen Fonds soll hier das Kapital am Ende der Laufzeit nicht durch den Verkauf der Anlagen zurückgezahlt, sondern aus dem operativen Cash Flow erwirtschaftet werden. Bei  nicht ausreichender Liquidität kann auch eine anderweitige Refinanzierung oder sogar ein Verkauf der Anlagen in Frage kommen

Die schwedische Betreibergruppe CO2NE Neutral Energy i Sverige AB hat ein technisches Grundkapital von umgerechnet ca. 10.800 Euro. Nach Angaben der Initiatorin wurde der Gesellschaft seitens der Investoren vor Beginn der Emission rund eine Million Euro zur Verfügung gestellt. Das vom Fondsmanagement beauftragte Unternehmen Prolignis, das laut Prospekt bisher sieben Holzheizkraftwerke in Deutschland projektiert hat, hat mit der Betreibergruppe deren Geschäftsmodell erläutert. Prolignis kam zu dem Ergebnis, dass die in Bezug auf die finanzielle Planung „zugrunde gelegten Annahmen schlüssig, konsistent und nachvollziehbar erscheinen“. Laut Prospekt ist der von Prolignis durchgeführte Plausibilitätscheck aber „in keinerlei Hinsicht vergleichbar mit der Erstellung eines Gutachtens durch einen vereidigten Sachverständigen oder einer im Rahmen einer M&A-Transaktion durchgeführten Due Diligence-Prüfung, bei der Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Beratern Einblick in interne Geschäftsunterlagen und –bücher gewährt wird“. Für den Anleger bleibt das Unternehmen somit wenig durchschaubar. Die Fondsgesellschaft hat kein Recht auf Mitbestimmung bei der schwedischen Betreibergruppe. Die Betreibergruppe kann beispielsweise weitere Partizipationsscheine oder andere, vorrangige Angebote (z. B. Anleihen) auf dem Markt platzieren. Die Mittelverwendungskontrolle des Fonds beinhaltet ausdrücklich keine Mittelverwendungskontrolle auf Ebene der Betreibergruppe.

Die Treuhänderin übt das Stimmrecht nach eigenem Ermessen aus, wenn der als Treugeber beteiligte Anleger keine Weisung erteilt. Es gibt einen Beirat der Gesellschaft. Zwei Mitglieder des Beirats werden durch Gesellschafterbeschluss bestimmt, ein Beiratsmitglied wird durch den geschäftsführenden Kommanditisten entsandt. D.h., dass zwei Beiräte die Interessen der Anleger vertreten und ein Beirat die Anbieterin. Der geschäftsführende Kommanditist bedarf der Zustimmung des Beirats und nicht mehr der Gesellschafterversammlung. Die Kommanditisten können laut Gesellschaftsvertrag nicht mehr jederzeit Auskünfte über die wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen. Dies übernimmt dann der Beirat, der über Informationsrechte verfügt. Zudem kann die Fondsgeschäftsführung das Gesellschaftsvermögen veräußern, ohne dass den Gesellschaftern die finalen Verträge vorgelegt werden müssten. Die Geschäftsführung muss sich aber vorab die Genehmigung zur Ausführung des Geschäfts seitens der Gesellschafterversammlung bzw. des Beirats einholen.

Stärken                    
Stabile Rahmenbedingungen in Schweden
Bedarf an Fernwärme steigt in Schweden
Rohstoff Holz in Schweden seit Jahren preisstabile als Erdöl und Gas
Kapitalrückzahlung aus Cash Flow, nicht Verkauf der Anlagen
    
Schwächen

Potential für Interessenskonflikte
Blindpool Verschachtelte Betreibergruppe

Chancen

Preissteigerungen im Markt für Wärmelieferanten Preissteigerungen für konventionelle Heizstoffe
Verstärkte Nachfrage nach klimaneutralen, regionalen Wärmelösungen
    
Risiken
Standortauswahl und Projektentwicklung

Fazit:

Finanziell


Die Fondsgesellschaft trägt mittelbar neben den Beschaffungs-, Produktions- und Absatzrisiken der Betriebsphase auch die Standortauswahl-, Genehmigungs- und Fertigstellungsrisiken der auf rund zwei Jahre angelegten Projektentwicklungs- und Bauphase mit. Der Erfolg des Fonds wird vor allem davon abhängen, wie schnell die Geschäftsleitung des schwedischen Partnerunternehmens ertragreiche Standorte für Holzheizwerke findet und die Vorhaben realisieren kann.

Nachhaltigkeit

Grundsätzlich stellen Holzheizwerke eine umweltfreundliche Alternative zu Kraftwerken dar, die mit konventionellen, klimaschädlichen Brennstoffen arbeiten.

ECOreporter.de-Empfehlung

Das Beteiligungsangebot ist für Anleger geeignet, die außerhalb der Eurozone, aber in Westeuropa investieren wollen. Schweden gilt immer noch in vielen Bereichen als vorbildliche Nation, das betrifft auch Teile der Energieversorgung. Hier hat der Fonds mit Holzheizwerken Chancen. Dass ein neues Emissionshaus mit dem Erwerb eines Partizipationsscheins eine verschachtelte Struktur aufbaut, macht das Produkt erklärungsbedürftig, aber nicht unplausibel.

Basisdaten

Anbieterin und Prospektverantwortliche: Green Investors AG, Düsseldorf
Fondsgesellschaft (Emittentin): Sweden WoodEnergy 1 GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Komplementärin: DI Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
Treuhänderin: Direct Invest AG, Düsseldorf
Partizipationsscheinemittentin: CO2NE Neutral Energy i Sverige AB, Linköping, Schweden
Beteiligungsform: Treugeber oder Direktkommanditist

Fondswährung: Euro
Gesamtinvestitionsvolumen: 21 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 20 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 10.000 Euro
Agio: 5 Prozent
Laufzeit: 8 Jahre (Planung)

BaFin-Gestattung: Ja
Leistungsbilanz: Nein
IDW-Prospektprüfungsbericht: Ja
Externe Plausibilitätsprüfung: Ja
Mittelverwendungskontrolle: Stümpges Brune Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
Sensitivitätsanalyse: Ja
Prospekthaftung:  verlängert bis Platzierungsende
Haftsumme: 10 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis), 100 Prozent (Innenverhältnis)
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