28.04.11 ECOanlagecheck

ECOanlagecheck: Solarprojekte der Deutschen Umweltberatung

Geld verdienen mit Bürgersolaranlagen – das bietet derzeit die „Deutsche Umweltberatung GmbH & Co. KG“ aus Lübeck an. Bürger können sich demnach direkt an einer Anlage auf fremden Dächern beteiligen oder auch ihre eigenen Dachflächen für ein Solarkraftwerk zur Verfügung stellen. Die „Deutsche Umweltberatung“ regelt nach eigenen Angaben als Koordinator Planung, Errichtung, Anschluss, Wartung, Versicherung und Verwaltung der Solarprojekte.

Die Deutsche Umweltberatung hat laut Referenzliste sieben Photovoltaikanlagen auf Dächern von Schulen, Kreishäusern und Klärwerken in Hildesheim, Ottbergen, Harsum und Eutin in Betrieb genommen. Die Nennleistung dieser Anlagen betrug nach eigenen Angaben durchschnittlich rund 31,6 Kilowattpeak (kWp).

Die Mitarbeiter der Deutsche Umweltberatung sind „einzigartige Persönlichkeiten und Individualisten in Beratung und Kundenbetreuung“. Daher muss sich das Unternehmen offenbar auf die Vermittlung von Bürgersolaranlagen nicht beschränken. Die Deutsche Umweltberatung verfügt nach eigenen Angaben über Spezialisten für die Bereiche Erneuerbare Energien, Nachhaltige Kapitalanlage und Vorsorgeprodukte, Betriebliche Altersvorsorge, Immobilien (ökologische Bauweise), Finanzierungen und Sachversicherungsausgleich. So bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben Dienstleistungen und Produkte aus einer Hand auch in den Bereichen Solarthermie, Windkraft, Geothermie, Blockheizkraftwerke, Energieeinsparungen, Ökostrom und nachhaltige Finanzplanung (Vermittlung ökologischer Kapitalanlagen) an.

Die Jahresabschlüsse der Deutschen Umweltberatung GmbH & Co. KG für die Jahre 2009 und 2010 wurden noch nicht (Stand: 18. April 2011) im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Deutschen Umweltberatung GmbH & Co. KG zum Geschäftsjahr 2008 wies eine Bilanzsumme von rund 201.400 Euro aus. Diese Summe teilt sich auf der Passivseite auf in rund 198.800 Euro Verbindlichkeiten, 2.600 Euro Rückstellungen und 0 Euro Eigenkapital. Das Anlage- und Umlaufvermögen beträgt nur rund 100.000 Euro, so dass auf der Aktivseite der nicht gedeckte Verlustanteil rund 101.400 Euro beträgt.

Geschäftsführer der Deutschen Umweltberatung ist Frank Rahlf, der auch als Geschäftsführer der AETB Allgemeine Europäische Technologie Beratung GmbH, ebenfalls aus Lübeck, fungierte. Der Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2008 wies eine Bilanzsumme von rund 103.900 Euro, einen Bilanzverlust von rund 113.600 Euro und einen nicht gedeckten Fehlbetrag von rund 88.600 Euro aus.

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Die „Deutsche Umweltberatung GmbH & Co. KG“ hat nach eigenen Angaben ein sehr breites Geschäftsfeld. In einem deutlichen Gegensatz dazu stehen die bisher durchgeführten Projekte, die als Referenzen angegeben sind. Die aktuelle finanzielle Situation des Unternehmens ist – aufgrund der nur bis 2008 vorliegenden Daten – nicht zu beurteilen. Die Anleger sollten ihr Geld daher derzeit nicht in Bürgersolaranlagen der Deutsche Umweltberatung investieren.

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