24.08.02 Nachhaltige Aktien , Meldungen

ECOreporter.de-Grundkurs nachhaltige Geldanlage - Blatt acht: Rendite? Ja bitte - Nachhaltiges Investment ist gewinnbringend

Zumindest auf dem Feld der Geldanlage ist der Streit weitgehend geklärt: Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatzpaar. Nachhaltige Anleger müssen sich auch in Sachen Rendite keineswegs in Verzicht üben. Die Wertsteigerungen ihrer Produkte können mit der konventioneller Konkurrenten gut mithalten. Bezieht man den sozialen und ökologischen Mehrwert, den der Anleger durch seine Investitionsentscheidung ermöglicht, in die Betrachtung ein, kann sogar von einer doppelten oder dreifachen Dividende gesprochen werden.


Aktienanlagen: mehr Chancen - mehr Risiken
Auch die Aktien nachhaltiger Unternehmen waren vom Abwärtstrend an den Weltbörsen im Gefolge des 11. Septembers 2001 und der nachfolgenden Baisse betroffen. Zahlreiche Titel haben sich jedoch von den Tiefständen erholt und wie die Anteilscheine nicht nachhaltiger Unternehmen Kursgewinne im zwei- und dreistelligen Bereich erzielt.
Sehr vielschichtig ist das Bild bei Grünen Pionieren und Umwelttechnik-Unternehmen. Die Papiere beider Gruppen sind häufiger von heftigen Kursschwankungen betroffen als die "Öko-Leader". Nicht zuletzt eine Folge der Größe: während international operierende Großunternehmen viele Möglichkeiten haben, ihr Risiko zu streuen, können kleine und mittlere Firmen Einbrüche ihrer Stammmärkte kaum ausgleichen. Dem höheren Risiko der kleinen Innovatoren steht denn auch eine vielfach größere Gewinnchance gegenüber. Gelingt den Unternehmen der Sprung in die Massenfertigung ihrer Produkte, winken dem Anleger auch schon mal Kursaufschläge von einigen hundert Prozent.


Nachhaltige Fondsprodukte können mithalten
Käufer nachhaltiger, Offener Investmentfonds mussten in den letzten Jahren nicht bedauernd nach konventionellen Konkurrenzprodukten schielen. Die in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassenen, nachhaltig gemanagten Nachhaltigkeitsfonds erwirtschaften Renditen, die mit konventionellen Fonds mithalten können.

Nachhaltige Geschlossene Fonds:, die das Geld der Anleger meist in Windparks, aber auch in Wasserkraftwerke oder ökologische Immobilien investieren, fanden in der Vergangenheit immer zahlreichere Käufer. Windfonds bieten ihren Besitzern Ausschüttungen zwischen 200 und 300 Prozent während der Laufzeit, die meist bei 20 Jahren liegt.


Auf Nummer sicher: Rentenpapiere, Spargelder und Versicherungen
Zumindest für die Besitzer von Rentenpapieren trifft der Satz zu, der dem verstorbenen Börsenspekulanten und Bohemien André Kostolany zugeschrieben wird. Man solle die Papiere kaufen, unter das Kopfkissen legen und ein paar Jahre darüber schlafen, soll der gebürtige Ungar über den richtigen Umgang mit Aktien gesagt haben. Mit nachhaltigen Rentenpapieren kann das selbst der Durchschnittsanleger getrost tun.

Eine marktübliche Verzinsung können die Besitzer von grünen Sparbriefen, Sparkonten und Festgeldern von ihren Anlagen erwarten. Sie haben allerdings die Option, auf einen Teil ihrer Erträge zu verzichten, um diese zweckgebunden für Projekte im sozialen oder ökologischen Bereich zur Verfügung zu stellen.

Keinen Unterschied zur Wertentwicklung herkömmlicher Kapitalanlagen werden Anleger bei Kapital-Lebensversicherungen finden. Da diese das Geld ihrer Kunden oft sehr langfristig investieren ist aber der "ökologische Hebel" besonders wirksam.

Die am Markt verfügbaren "Riester-Rentenprodukte" sind noch vergleichsweise jung. Hinsichtlich der Rendite können in diesem Fall nur die Prognosen machhaltiger und konventioneller Anbieter verglichen werden. Mit gutem Ergebnis für die Grünen Produkte.

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Hier finden Sie Blatt neun des ECOreporter.de-Grundkurses: Lieber einmal weniger verdienen als öfter zuviel verlieren - Vorsicht ist die Mutter des Erfolgs, auch im Grünen Investment.


Bilder: Turbine für Wellenkraftwerk; Windräder
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