Handel an der Strombörse: Je mehr Windräder sich in Deutschland drehen und je mehr Solaranlagen Strom ins Netz speisen, desto öfter stürzen die Preise ab. Das sorgt für einen Überschuss auf dem EEG-Konto. / Foto: EEX

  Erneuerbare Energie

EEG-Konto hat Ende 2017 ein Plus von vier Milliarden Euro

Zum Jahresende 2017 weist das EEG-Konto ein Guthaben von knapp vier Milliarden Euro auf. Ganz genau waren es 3.919.845.325,40 Milliarden.

Allein im Dezember kamen fast 490 Millionen Euro hinzu. Das liegt auch daran, dass die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in der so genannten Direktvermarktung an drei Tagen teilweise keine Vergütung erhielten. Grund: der Strompreis an der Börse war am 23., 24. und 26. Dezember jeweils länger als sechs Stunden negativ.

Wenn gleichzeitig die Sonne scheint und der Wind weht, produzieren Deutschlands Ökostromanlagen massenhaft Strom. Und da die großen Versorger in solchen Phasen ihre Kohlekraftwerke meist weiterlaufen lassen, entsteht ein Überangebot - und die Strompreise rutschen ins Minus.

Wird die EEG-Umlage gesenkt?

Der Überschuss auf dem Konto könnte jetzt dazu herangezogen werden, um die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu senken. Diese Umlage muss von deutschen Verbrauchern über die Stromrechnung bezahlt werden. Sie finanzieren damit die Energiewende mit. 

Die EEG-Umlage soll die Finanzierung des Defizits zwischen festen Einspeisetarifen für die Anlagenbetreiber und dem Strompreis an der Strombörse sichern. Sobald Überschüsse erzielt werden, könnte die Umlage gesenkt werden.
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