28.01.10 Erneuerbare Energie

Effizienzverbesserung und Recycling: Märkte mit großer Zukunft



Dieser Text stammt aus einer Sonderpublikation des Emissionshauses Trendinvest Beratungs GmbH zum Thema Cleantech. Per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu der Publikation.


Die Rohstoffe auf der Erde neigen sich langsam dem Ende entgegen. Bereits die Hälfte der welt- weit abbaubaren Ölreserven ist verbraucht, und voraussichtlich werden in etwa 30 bis 40 Jahren die derzeit bekannten und nutzbaren Ölreserven erschöpft sein. Aber auch andere Rohstoffe werden knapper, ihre Gewinnung immer teurer – und das bei steigender Nachfrage.  Es können auch nicht alle Ressourcen vollkommen durch erneuerbare Quellen ersetzt werden.

Hier sind innovative Technologien gefordert, die vor allem die enormen Potenziale der Ressourceneinsparungen nutzen. So ist auch der Umgang mit vorhandener Energie, die insbesondere in der Industrie viel verschwendet wird, effizienter zu gestalten. Jährlich wird Wärme im Gegenwert von rund 25 Milliarden Euro buchstäblich verblasen. Bei zahlreichen Produktionsprozessen, in Kraftwerken und in Biogasanlagen entsteht viel Wärme über den eigenen Bedarf hinaus, doch mittlerweile kann diese Überschusswärme wirtschaftlich erschlossen werden und mit Hilfe mobiler Lösungen dort hin transportiert werden, wo Wärmenetze bzw. Netzanschlüsse fehlen.  

Zugleich bieten Sekundärbrennstoffe aus Abfall die Möglichkeit, fossile Energieträger zu schonen. In Deutschland werden pro Jahr ca. 10 Millionen Tonnen Sekundärbrennstoffe gewonnen. Aber  nicht nur die energetische Verwertung von Abfall trägt zur Reduzierung der Umweltbelastung bei. Abfall ist auch als potenzieller Rohstoff zu nutzen, der als Ausgangsstoff für neue Produkte dienen kann. Recycling ist ein Kernbestandteil einer umweltgerechten Kreislaufwirtschaft.

In Bezug auf die Kreislaufwirtschaft ist Deutschland ein Vorreiter und kann auf die höchsten Recyclingquoten weltweit verweisen. So recycelt Deutschland 56 Prozent des Kupfers, in der EU sind es im Schnitt 45 Prozent, in den USA 41 Prozent und weltweit nur magere 13 Prozent. Weltmeister ist Deutschland in der Recycling- Wirtschaft, denn der Weltmarktanteil liegt bei 25 Prozent. Der Markt wächst schnell, weil weltweit trotz aller Bemühungen um Umweltschutz immer mehr Müll entsteht. Das Weltmarktvolumen beim Recycling wird gegenwärtig auf 35 Milliarden Euro geschätzt. Bis 2020 dürfte es laut Prognosen auf 55 Milliarden Euro steigen.

Vor allem in den USA und etlichen Schwellenländern besteht beim Thema Recycling erheblicher Nachholbedarf. Auch in Deutschland sind jedoch noch große Wachstumschancen gegeben. Das ist schon durch die Tatsache belegt, dass die Bundesregierung die Verbesserung des Recyclings zu einem der Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands gewählt hat.

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