03.01.13 Erneuerbare Energie

Eigenverbrauch von Solarstrom immer attraktiver - Trend zum eigenen Solarstromspeicher

In Deutschland ist die Solarstromleistung im vergangenen Jahr um 45 Prozent gestiegen. Darauf weist der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hin. Ihm zufolge produzierten die Bundesbürger 2012 mit 1,3 Millionen Photovoltaik-Anlagen 28 Milliarden Kilowattstunden Strom und deckten damit rechnerisch den Jahresstromverbrauch von acht Millionen Haushalten. „Der Anteil der Solartechnik an der Stromversorgung hat sich in nur drei Jahren vervierfacht. Gleichzeitig hat sich der Preis neuer Solarstromanlagen halbiert“, erläutert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Dem BSW zufolge kann in Deutschland Strom inzwischen deutlich günstiger mit der eigenen Solarstromanlage erzeugt als vom Stromversorger bezogen werden. Mit inzwischen erreichten Erzeugungskosten von nur noch 15-18 Cent je Kilowattstunde werde der Eigenverbrauch von Solarstrom vom eigenen Dach für immer mehr Privathaushalte und Gewerbebetriebe auch wirtschaftlich attraktiv. Die Stromtarife für Bürger lägen inzwischen bei rund 25 Cent je Kilowattstunde und dürften weiter steigen.  

Für 2013 sieht der Branchenverband neue Trends auf die Solartechnik zukommen: „Wir erwarten den verstärkten Einsatz von Batteriespeichern und modernen Energiemanagementsystemen“, sagt Körnig. „Solarstrom selbst zu erzeugen und selbst zu nutzen wird immer attraktiver. Der absolute Trend 2013 ist der eigene Stromspeicher, mit dem sich Solarenergie zeitversetzt nutzen und die Abhängigkeit vom Stromversorger weiter reduzieren lässt. Erfreulicher Nebeneffekt für die Energiewende: Dadurch ist weniger Netzausbau erforderlich“, so der BSW- Hauptgeschäftsführer.

Die Photovoltaik deckt in Deutschland derzeit rund fünf Prozent des Strombedarfs. Bis 2020 strebt der BSW-Solar einen Ausbau des Solaranteils am Strom-Mix auf mindestens 10 Prozent, bis 2030 auf mindestens 20 Prozent an.
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