14.01.13 Erneuerbare Energie

Einbruch bei Wagniskapitalinvestitionen in Umwelttechnologie

Im vergangenen Jahr haben Wagniskapitalgeber weltweit  ein Drittel weniger in Umwelttechnologieunternehmen investiert als in 2011. Das geht aus dem aktuellen Report der Cleantech Group aus San Francisco hervor. Demnach flossen in 2012 nur noch 6,46 Milliarden US-Dollar in Umwelttechnologieunternehmen gegenüber 9,61 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das erklären die Marktforscher unter anderem mit den schwachen Ergebnissen von Börsengängen in 2012, von denen einige sogar gestoppt worden waren.  Das habe die Motivation zu neuen Investitionen geschwächt. Weitere Negativfaktoren seien etwa die politische Unsicherheiten in vielen Märkten und die starke Konkurrenz in einigen Umwelttechnologiesektoren gewesen.

Laut der Cleantech Group sind in 2012 vor allem die Wagniskapitalgeberinvestitionen in die Solarbranche massiv eingebrochen. Sie hatte in den letzten Jahren stets das meiste Risikokapital angezogen. Doch in 2012 entfielen nur noch 79 von insgesamt 705 Wagniskapitalgeschäften auf diesen Sektor. Stattdessen floss das meiste Geld mit 952 Millionen Dollar in den Bereich der Biotreibstoffe und Biochemikalien, gefolgt vom Transportsektor mit 927 Millionen Dollar und dem Bereich Energieeffizienz mit 907 Millionen Dollar.

Weiterhin wurde in Nordamerika mit 78 Prozent das meiste Wagniskapital für Umwelttechnologieunternehmen bereitgestellt. Europa und Israel erreichten in 2012 einen Anteil von 17 Prozent, Asien kam auf fünf Prozent.
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