Der Hauptsitz der EKK in Kassel. / Quelle. Unternehmen

10.12.13 Finanzdienstleister

EKK und EDG verhandeln über Zusammenschluss

Zwei evangelische Kirchenbanken, die beide stark auf Nachhaltigkeit setzen, verhandeln über einen möglichen Zusammenschluss. Gelingt dieser, würde mit einer Bilanzsumme von rund 7,7 Milliarden Euro und etwa 500 Mitarbeitern mit der Fusion beider Institute die größte Kirchenbank Deutschlands entstehen. Wie die Evangelische Kreditgenossenschaft eG (EKK) mit Hauptsitz in Kassel und die Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG (EDG) aus Kiel mitteilen, haben Sondierungsgespräche im Vorfeld ergeben, „dass es viele Gemeinsamkeiten und Stärken gibt, die sich sehr gut ergänzen“. sich ergänzen die Geschäftsgebiete der beiden Kirchenbanken.

Die Evangelische Kreditgenossenschaft eG (EKK) mit Sitz in Kassel ist genossenschaftlich organisiert und wurde 1969 auf Initiative der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gegründet. Sie betreuen in 13 Filialen deutschlandweit rund 70.000 institutionelle und private Kunden bzw. etwa 1.100 institutionelle Mitglieder. Die Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG (EDG) agiert an den Standorten Kiel und Berlin; sie ist seit 45 Jahren spezialisierte Bank für Kirchen, Diakonie, Caritas, Freie Wohlfahrtspflege sowie diesen Institutionen nahestehende Privatkunden. Ihre Bilanzsumme lag zum 31.12.2012 bei rund 3,4 Milliarden Euro und damit knapp eine Million unter den 4,3 Milliarden Euro, die die EKK Ende 2012 ausgewiesen hat.

„Eine Bündelung der Kräfte und Ressourcen bietet eine höhere Chance für nachhaltiges Wachstum, verbunden mit größeren Ertragspotenzialen“, erläutert Nissen Andersen, Vorstandsvorsitzender der EDG. „Bei einer Fusion geht es darum, die Stärken unserer beiden Banken zum Vorteil unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu bündeln“, versichert Thomas Katzenmayer, Vorstandssprecher der EKK. Bei dem möglichen Zusammenschluss von EKK und EDG handle es sich um eine Fusion unter zwei gleichberechtigten Partnern „mit einem hohen Maß an gemeinsamen Werten“.

Beide Vorstände weisen darauf hin, dass sowohl die Finanzdienstleistungsbranche als auch die Gesundheits- und Sozialwirtschaft sich in einem Umbruch befinden. Strukturveränderungen, eine verschärfte Wettbewerbssituation und steigende gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen würden Kirchenbanken und ihre Kunden vor große Herausforderungen stellen. In Kirche und Diakonie sei es deshalb in der letzten Zeit vermehrt zu Zusammenschlüssen gekommen. Es würden zunehmend größere, komplexere Einrichtungen entstehen. Dies wiederum erfordere „eine große, leistungsfähige Bank mit zum Beispiel neuen Spielräumen für die Kreditvergabe“. Bis wann sie die Verhandlungen über eine Fusion zum Abschluss bringen wollten, teilten die beiden Kirchenbanken nicht mit.
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