Deutscher Windpark von Energiekontor, die auch im Ausland Projekte realisiert hat. / Quelle: Unternehmen

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Energiekontor AG baut Windparkbestand aus

Die Energiekontor AG aus Bremen hat einen deutschen Windpark in Betrieb genommen. Das Projekt am Standort Wittgeeste im Landkreis Cuxhaven produziert laut dem börsennotierten Unternehmen rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Energiekontor verfügt über ein Anlagen-Portfolio von mehr als 100 Windenergieanlagen und kündigte für die kommenden Monate die Inbetriebnahme von zwei weitere Windparks in Niedersachsen an. Hiervon ist das Projekt Uthlede II auf eine Produktionskapazität von bis zu 72 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr angelegt. Am Standort Uthlede werden derzeit fünf Altanlagen durch sechs neue, leistungsstärkere Anlagen ersetzt. „Mit dem Umbau wird es uns gelingen, den Energieertrag dieses Parks zu verzehnfachen. Wir erreichen damit ebenso wie in Wittgeeste eine Größenordnung von rund 50 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2014 geplant“, sagt Sven Punke, Projektkoordinator der Energiekontor AG. Das Investitionsvolumen dieser drei Windparks beziffert er mit über 100 Millionen Euro.

Sven Punke: „Wir haben in 2014 aber noch mehr vor. Es laufen noch Genehmigungsverfahren für Windanlagen in Lunestedt, Odisheim, Krempel, Debstedt, Bramstedt und Appeln. Wir sind zuversichtlich, die nötigen Genehmigungen noch in diesem Jahr zu erhalten und bald bauen zu können. Auch die Realisierung von Planungsprojekten in den Landkreisen Stade, Verden, Rotenburg, Wesermarsch und Uelzen treiben wir voran.“

Dabei spielen laut Punke Bürgerbeteiligungsmodelle und die regionale Wertschöpfung eine immer größere Rolle. Die aktuell von der Großen Koalition geplanten EEG-Änderungen hätten darauf jedoch negative Auswirkungen: Eine Vielzahl in Planung befindlicher Projekte sei zum Scheitern verurteilt, wenn Vorrangflächen für Windkraftanlagen hinfällig und Finanzierungszusagen der Banken aufgrund der großen Planungsunsicherheit gestrichen werden. „Die Energiewende ist bisher zum Großteil mit dem Geld der Bürger finanziert worden, etwa durch Bürgerwindparks. Sie sind ein wesentliches Standbein der regionalen Wertschöpfung und tragen erheblich zur Akzeptanz vor Ort bei. Diese Bereitschaft ist nach den jetzigen Entwicklungen aber nicht mehr zu erwarten.“

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Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350
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