Solarpark eines geschlosasenen Fonds von HEP in England. / Foto; Unternehmen.

05.01.15 Erneuerbare Energie

England stärkste Grünstromnation des Vereinigten Königreichs

Großbritannien verfügt mittlerweile über Solaranlagen mit mehr als 4.600 Megawatt (MW) Gesamtkapazität. Wales, Schottland und Nordirland, die übrigen Teile des Vereinigten Königreichs, tragen dazu einen eher marginalen Anteil bei. In Sachen regenerative Energie setzt vor allem Schottland eher auf Windkraft. Das geht aus aktuellen Statistiken der britischen Energiebehörde DECC hervor.


Demnach kommt das gesamte britische Königreich – auch dank des mittlerweile mehrfach gekürzten Einspeisevergütungssystems für Erneuerbare Energien  - auf Solaranlagen mit 4.671 Megawatt (Stand Ende November 2014). Die Betreiber von 58 Prozent dieser Kapazität  (2.698 MW aus knapp 623.500 Anlagen) erhalten den Angaben zufolge eine Einspeisevergütung. Der Großteil dieser Anlagen befindet sich in England. Während England Ende Oktober 2014 noch über knapp 4.017 MW Solarstromkapazität verfügte kommt Wales auf 291 MW vor Schottland mit 142 MW und Nordirland mit 54 MW. Marktbeobachter überrascht diese Verteilung nicht, denn schließlich ist England dichter besiedelt und verfügt über deutlich mehr Dachflächen als die anderen Länder des Königreichs. Vor allem aber weist das südliche England weitaus mehr Sonnentage aus als das übrige Großbritannien.

Windkraftnation Schottland

Speziell Schottland setzt dennoch schon jetzt stark auf regenerative Energie. Die Windkraftkapazität des Landes erreicht der DECC zufolge aktuell 5.118 MW. 4.921 MW davon sind Windräder zu Lande und 197 MW entfallen auf Offshore-Windparks. Auch deutsche Windkraftunternehmen sind in Schottland aktiv. Dazu zählen unter anderem die PNE Wind AG aus Cuxhaven und die Energiekontor AG aus Bremen.

Umweltorganisationen und Branchenvertreter aus Schottland hoffen darauf, dass der Ausbau der Solarenergie in Schottland 2015 an Fahrt gewinnt. Dazu fordern sie die schottischen Politiker auf, entsprechenden Einfluss auf die Energiepolitik des Landes zu nehmen.
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