07.11.16 Finanzdienstleister

Entwicklungsfinanzierer ProCredit kündigt Kapitalerhöhung an

Die wirtschaftliche Entwicklung in armen Weltgegenden und Schwellenländern fördert die ProCredit Holding AG & Co. KGaA. Sie kündigte nun eine Kapitalerhöhung an. Wie sie mitteilt, soll diese 31,9 Millionen Euro in die Kasse von ProCredit spülen.

Die ProCredit Holding AG & Co. KGaA mit Sitz in Frankfurt am Main ist die Muttergesellschaft der ProCredit-Bankengruppe. Die besteht aus Banken für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die vor allem in Südost- und Osteuropa aktiv sind. Mit der Kapitalerhöhung woll sie das Geschäft in diesen Märkten stärken, erläutert Borislav Kostadinov, Vorstandsmitglied der ProCredit Holding.

Zu den ProCredit-Aktionären gehört die niederländische DOEN Stiftung. Deren Finanzchef Jasper Snoek sagt dazu: "Dadurch bekommen mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Transitionsökonomien Zugang zu Finanzierung, um ihr Unternehmen weiter zu entwickeln. Somit werden in den Ländern, in denen ProCredit tätig ist, mehr Arbeitsplätze und weitere wirtschaftliche Entwicklung geschaffen."

Weitere Hauptaktionäre sind unter anderem die deutsche KfW und die International Finance Corporation (IFC), eine Entwicklungsinstitution zur Weltbank-Gruppe. Sie alle werden sich laut ProCredit an der Kapitalerhöhung beteiligen und die 2,7 Millionen neuen Aktien zu einem Preis von 11,73 Euro je Aktie zeichnen.

Zum Stichtag 30.6.2016 belief sich die Bilanzsumme der ProCredit-Gruppe auf 6,0 Milliarden Euro, das ausstehende Darlehensvolumen auf 4,1 Milliarden Euro und die Kundeneinlagen auf EUR 3,8 Milliarden Euro. Zu der Gruppe gehört die deutsche ProCredit Bank AG. Deren Vorstand Christoph Freytag hat  in einem ECOreporter-Interview unter anderem das Geschäftsmodell und den nachhaltigen Ansatz von ProCredit erklärt
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