Die KTG Energie AG betreibt Biogasanlagen. / Quelle: Fotolia

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Erfolg der KTG Energie AG löst Kurssprung aus

Die KTG Energie AG aus Hamburg ist auf den Betrieb von Biogasanlagen spezialisiert. Sie geht nach eigenen Angaben daovn aus, dass sie bereits bis zum 31. Juli 2014 ihre Kapazität von derzeit 43 Megawatt (MW) auf 50 MW ausbauen wird. Zum einen werde damit dieses Ausbauziel ein Jahr früher erreicht als ursprünglich geplant. Zum anderen könne das Unternehmen somit für seine sämtlichen Anlagen mit 50 MW noch die Einspeisevergütung beanspruchen, die das aktuelle Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festschreibt. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche eine EEG-Reform beschlossen, die insbesondere die Förderung neuer Biogasanlagen beschneidet (wir  berichteten). Das neue EEG soll zum 1. August 2014 in Kraft treten. Für Anlagen, die vor diesem Termin ans Netz kommen, gelten 20 Jahre lang die EEG-Tarife, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme Gesetzeskraft hatten. Mit dem rechtzeitig bis Ende Juli erreichten Ausbau der Anlagenkapazität der KTG Energie AG wächst deren garantierter Umsatzsockel nach ihren Angaben auf über 75 Millionen Euro pro Jahr und der EBITDA-Sockel auf deutlich über 20 Millionen Euro. EBITDA steht für Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abgaben.

Mit dieser positiven Nachricht hat das Unternehmen den Kurs seiner Aktie angetrieben. Der Anteilsschein der KTG Energie AG verteuerte sich heute bis 10:30 Uhr im Xetra um 5,2 Prozent auf 13,2 Euro. Damit notiert er allerdings auf Jahressicht immer noch rund acht Prozent im Minus.

Die Biogasspezialistin weist ferner darauf hin, dass im künftigen EEG die tatsächliche Höchstleistung einer Anlage als Ausbaugrenze. Die Garantie zur Förderung der Stromproduktion werde auf 95 Prozent der am 31. Juli 2014 bestehenden Anschlussleistung festgelegt. Bei einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung von über 92 Prozent, die KTG Energie derzeit erreiche, bleibe damit ihre gesamte produzierte Strommenge garantiert gefördert und bestehe sogar noch zusätzliches Ausbaupotential. Vor allem aber werde damit die Akquisitionen und Optimierung von Anlagen, die bislang nur geringe Kapazitätsauslastungen erreichen, abgesichert, da mit der EEG-Novelle das zusätzliche Stromerzeugungspotenzial bis 95 Prozent der technischen Anschlussleistung nach EEG 2014 garantiert werde. „Akquisitionen und Optimierungen von Anlagen, die weit unter ihrer theoretischen Kapazität arbeiten, bleiben damit für uns eine zusätzliche Wachstums-Chance“, stellt dazu Dr. Thomas Berger fest, CEO der KTG Energie AG.

Darüber hinaus entstehen nach siener Einschätzung Chancen durch die in das EEG neu aufgenommene Nutzung von Bioabfällen. „In diesem Bereich sehen wir weitere Wachstums- und Ertrags-Chancen, da Bioabfälle als Substrat erheblich günstiger sind als die von uns eingesetzten Zweitfrüchte. Unsere Muttergesellschaft KTG Agrar kann uns mit Bioabfällen aus der Lebensmittelproduktion versorgen“, betont Berger. Für ihr künftiges Wachstum setze KTG Energie auf vier Säulen: günstige Akquisitionsgelegenheiten, zusätzliches Optimierungspotential bestehender Anlagen sowie neue Chancen im Markt für mobilen Wärmetransport und im Bau von Biogasanlagen, die landwirtschaftliche Reststoffe und Bioabfälle nutzen.

Das Unternehmen hat sein Wachstum unter anderem mit der Anleihe KTG Biogas AG (DE000A1ML257) finanziert. Sie kam 2012 auf den Markt, ist mit 7,25 Prozent verzinst und wurde zwischenzeitlich auf 50 Millionen Euro aufgestockt. Sie läuft noch bis Ende September 2018. Die nächste Zinsausschüttung ist für den 28. September 2014 anberaumt.

KTG Energie AG: ISIN DE000A0HNG53 / WKN A0HNG5
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