03.10.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Erneuerbare-Energie-Unternehmen braucht Wachstumskapital – Börsengang möglich

Über einen möglichen Gang an den Kapitalmarkt will das Erneuerbare-Energie-Unternehmen Prokon Nord Energiesysteme GmbH aus Leer demnächst informieren. Wie die Gesellschaft bekannt gab, hat sie offenbar große Wachstumspläne. Prokon Nord-Geschäftsführer Ingo de Buhr begründet seinen Optimismus mit der Prognose der European Wind Energy Association (EWEA), die von einer durchschnittlichen Wachstumsrate der Branche von 28 Prozent ausgeht.

Die Aktivitäten von Prokon Nord sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen in der Branche. So hat sich das Unternehmen nicht auf die Projektierung von Windparks beschränkt, sondern auf dem Gelände der ehemaligen Aluminium-Produktionsanlage in Stade an der Elbe mit dazugehörigen Hafenanlagen eine Rotorblattfabrik aufgebaut. Mitte August wurden alle Anteile an der Stader PN Rotor GmbH an den französischen Atomkonzern Areva verkauft (Opens external link in new windowECOreporter.de berichtete).

An Areva hatte Prokon im September 2007 auch die Mehrheit an der Bremerhavener Multibrid GmbH abgegeben. Multibrid produziert Multi-Megawatt-Windkraftanlagen für den Offshore-Bereich.

In Zukunft dürfte sich die installierte Gesamtleistung der Prokon-Windkraftanlagen deutlich erhöhen. Im deutschen Offshore-Testfeld „alpha ventus“ stellt Prokon die ersten sechs Anlagen vom Typ Areva Mutibrid M 5000 auf. Die Fundamente wurden im Juni gelegt. Drei Anlagen sind bereits in Betrieb.

Inzwischen hat Prokon auch die Genehmigung für einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee erhalten. Im Rahmen des Projkets „Borkum West II“ kann das Unternehmen 80 Multibrid-Windenergieanlagen errichten (Opens external link in new windowECOreporter.de berichtete).

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Trianel-Gruppe, unter deren Federführung sich rund 40 Stadtwerke am Bau dieses Windparks beteiligen. Das Investitionsvolumen liegt bei einer Milliarde Euro. Die Windenergieanlagen sollen ab 2010 in Betrieb gehen.
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