17.03.11 Erneuerbare Energie

Erneuerbaren Energien haben 2010 in Deutschland weiter zugelegt und neue Jobs geschaffen

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der deutschen Stromversorgung ist 2010 auf rund 17 Prozent gestiegen. Das meldet das Bundesumweltministerium (BMU) und beruft sich dabei auf vorläufige Ergebnisseder Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat). Dieser Anstieg um 0,5 Prozent sei trotz witterungsbedingter Einschränkungen erzielt worden. 2010 war ein außerordentlich windschwaches Jahr, der Windstrom-Ertrag erreichte dem BMU zufolge mit 36,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh) den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2006. Dennoch habe die Windenergie mit rund 6 Prozent an der gesamten Strombereitstellung wieder den wichtigsten Anteil der Erneuerbaren Energien beigetragen. Deutliche Steigerungen waren laut dem BMU bei der Stromerzeugung aus Biogas sowie bei der Photovoltaik zu verzeichnen. Der Anteil der Photovoltaik habe sich nahezu verdoppelt auf rund 2 Prozent des gesamten Strombedarfs.

Das Ministerium verweist auf aktuelle Szenarien, laut denen die regenerativen Energien in zehn Jahren bereits 40 Prozent zur Stromversorgung beitragen können. Dabei werde eine Steigerung um 12 Terawattstunden (TWh) pro Jahr als realistisch angesehen (1 Terawattstunde = Milliarde kWh). Per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu unserem aktuellen Beitrag darüber, inwiefern die Erneuerbaren Energien schon bald die Atomkraft ersetzen könnten.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch für Wärme stieg von 9,1 Prozent im Jahr 2009 auf knapp 10 Prozent im Jahr 2010. Ihr Anteil am Kraftstoffverbrauch erhöhte sich dem BMU zufolge leicht auf 5,8 Prozent (2009: 5,5 Prozent).

Insgesamt konnten die Erneuerbaren Energien damit 2010 bereits etwa 11 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen decken, Dnach einem Vorjahreswert von 10,4 Prozent. Auch hinsichtlich ihres Klimaschutzbeitrags konnten die alternativen Energien weiter zulegen. Sie sorgten 2010 dafür, dass rund 120 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden wurden (2009: 111 Millionen Tonnen). Allein durch die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) waren das rund 58 Millionen Tonnen, so das BMU.

Parallel hierzu stieg auch die Bedeutung der Erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor. Erste Abschätzungen für das BMU zeigen, dass die Investitionen in Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien mit rund 26 Milliarden Euro nochmals etwa ein Viertel höher lagen als im Vorjahr, für das 20,7 Milliarden Euro verzeichnet worden waren.

Die mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien verbundene Beschäftigung ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Sie liegt nach den vom BMU zitierten Abschätzungen inzwischen bei rund 370.000 Arbeitsplätzen. Gegenüber dem Vorjahr (rund 339.500 Beschäftigte) ist dies ein Plus von etwa 8 Prozent, seit 2004 (rund 160.500 Beschäftigte) deutlich mehr als eine Verdopplung.
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