14.08.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

ersol Solar Energy AG verbucht Einbruch bei Umsatz und Gewinn im 1. Halbjahr – EU-Kommission genehmigt Fördermittel

Einen deutlichen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr 2009 meldet die Erfurter ersol Solar Energy AG. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ist demnach von 22,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 10,6 Millionen Euro abgerutscht. Der Umsatz ging um 43,9 Prozent auf 72,9 Millionen Euro zurück.

Wesentliche Gründe für den Einbruch des Geschäfts seien die allgemeine Nachfrageschwäche, der starke Preisrückgang sowie die Abschwächung des internationalen Geschäfts und des Projektgeschäfts. Das Spanien-Geschäft, das im Vorjahr für 17,7 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte, sei fast vollständig weggebrochen, so ersol.

Das Solarunternehmen erwartet auch für das Gesamtjahr einen Verlust, der Umsatz werde unter 300 Millionen Euro liegen. Als Gründe nennt ersol den anhaltenden Preisdruck und Überkapazitäten. Der Hauptaktionär Robert Bosch GmbH hält aktuell 97,07 Prozent der ersol-Anteile. Für die im Streubesitz befindlichen Aktien hat Bosch eine Abfindung angekündigt.

Die Brüsseler EU-Kommission hat ersol unterdessen zugestimmt, dass ersol für Investitionen im kristallinen Bereich öffentliche Fördermittel erhält. Der Freistaat Thüringen und die Bundesrepublik Deutschland hatten diese Unterstützung unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Europäischen Kommission bereits zugesagt.

Mit einem Investitionsvolumen von 530 Millionen Euro will ersol das Fabrikgelände in Arnstadt ausbauen. Darunter ist die Erweiterung der Nominalkapazität im Bereich Solar Cells in den nächsten Jahren auf 630 MWp sowie der Aufbau eigener Modulfertigungskapazitäten. Die beantragten Fördermittel betragen mehr als zehn Prozent der Gesamtinvestitionen. Die Finanzierung erfolgt über Bosch-Konzerndarlehen und durch Eigenmittel von ersol.

ersol Solar Energy AG: ISIN DE0006627532 / WKN 662753
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