08.09.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Erste Einzelheiten zum Börsengang der Schott Solar AG: Emissionserlös von 500 Millionen Euro erhofft

Ein Drittel der voraussichtlichen Erlöse aus dem Börsengang wird die Mainzer Schott Solar AG wohl nicht selbst behalten können. Das geht laut dem Finanzmagazin „WirtschaftsWoche“ aus einer Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hervor; die Bank gehört zum Emissionskonsortium von Schott Solar. Das Solarunternehmen hoffe auf ein Emissionsvolumen von 480 Millionen Euro, heißt es weiter, dafür sollten 28 Prozent der Aktien platziert werden. Die Konsortialbanken LBBW, Deutsche Bank und JP Morgan schätzen den künftigen Börsenwert von Schott Solar auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro.

Ein großer Teil des Emissionserlöses wird laut dem Bericht, an die Konzernmutter Schott AG gehen. Diese fordere ein Gesellschafterdarlehen im Volumen von 160 Millionen Euro von dem Tochterunternehmen zurück. Laut der WirtschaftsWoche wird dies von der LBBW kritisiert; die Bank erwarte einen Preisrutsch bei Solarzellen, vor diesem Hintergrund sei ein größeres Cash-Polster von Vorteil.

Weiteren Medienberichten zufolge wird die Zeichnungsfrist für die Aktien von Schott Solar frühestens vom 15. bis spätestens 18. September 2008 laufen. Das Unternehmen werde 28 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung und weitere 5,6 Millionen aus dem Altbestand der Schott AG zur Zeichnung anbieten. Zudem werde es eine Mehrzuteilungsoption in Höhe von 5,04 Millionen Aktien geben. Neben dem Gesellschafterdarlehen der Konzernmutter wolle Schott Solar kurzfristige Bankdarlehen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags zurückzahlen.

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