05.02.13 Erneuerbare Energie

Europäischer Windkraftverband sieht Sektor in der Bredouille

In Europa steht die Windkraft vor großen Herausforderungen. Darauf weist der europäische Windkraftverband hin, die European Wind Energy Association. Sie führt derzeit in Wien die Marktkonferenz EWEA 2013 durch. Dort führte EWEA-Präsident Arthouros Zervos an, dass zuletzt viele Arbeitsplätze in der europäischen Windkraftbranche verloren gegangen seien und der Sektor vor einem schwierigen Jahr 2013 stehe.

Das liege zum einen an der wirtschaftlichen Krise in vielen europäischen Staaten, so Zervos. Zum anderen hätten sich die Förderbedingungen verschlechtert. Besonders rückwirkende Einschnitte bei der Vergütung von Windstrom würden Investoren davon anhalten, auf die Windkraft zu setzen. Die spanische Regierung hatte rückwirkende Einschnitte bei der Vergütung von Grünmstrom durchgeführt.

Laut Zervos wäre es sehr für die Windkraftbranche hilfreich, wenn die EU ihr Ausbauziel für die Erneuerbaren Energien für 20 Prozent Anteil an der Energieversorgung in 2020 anheben würde. Denn dieses Ziel werde schon bald erreicht und motiviere daher nicht zu weiteren Investitionen in den Sektor.

Francesco Starace, CEO von Enel Green Power, der Grünstrom-Tochter des italienischen Energiekonzerns Enel, unterstrich in einer Rede das wirtschaftliche Potential der Windkraft. Die Branche habe über viele Jahre hohe wirtschaftliche Kompetenz aufgebaut und können den kriselnden südlichen Staaten und in Osteuropa gelegenen Regionen wirtschaftliche Impulse geben.
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