22.06.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Ex-Vorstand schießt gegen Management der Conergy AG

Scharfe Kritik an der Arbeit seiner Nachfolger übte der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Hamburger Solarkonzerns Conergy AG Hans-Martin Rüter. Das von seinem Onkel zweiten Grades, Dieter Ammer, geführte Conergy-Management habe nach seinem Ausscheiden im vierten Quartal 2007 „zu viele Baustellen auf einmal aufgerissen und sich nicht ausreichend operativ mit dem Unternehmen auseinandergesetzt. Das hat dazu geführt, dass viele Geschäfte verloren gingen und wichtige Mitarbeiter kündigten“, sagte Rüter im Interview mit dem Hamburger Abendblatt.

Der neuerliche Vorstoß bezieht sich auf einen hoch dotierten Liefervertrag den Conergy mit em US-Unternehmen MEMC geschlossen hatte. Dieser hatte zwischen dem Firmengründer Rüter und seinem ehemaligen Weggefährten Ammer zum Eklat und zum Rechtsstreit geführt. Im April 2009 hatte die Conergy eine Schadensersatzklage gegen Rüter angestrengt (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete).

Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Rüter, Ammer und weitere Manager unter anderem wegen des Vorwurfs der Bilanzfälschung (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). Dass es im Zuge dessen zu einer Anklage komme, schloss Rüter aus.

Conergy verhandelt zudem derzeit über die Verlängerung einer Kreditlinie von 450 Millionen Euro. Unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss der Bankengespräche plant  der Konzern, den endgültigen Abschluss veröffentlichen.



An der Frankfurter Börse befindet sich die Aktie des Hamburger Solarunternehmens weiter im Abwärtstrend. Am Morgen notierte die Aktie bei 0,75 Euro,0,79 Prozent oder 0,01 Euro unter dem Kurs des Vortages. Seit April verlor das Papier 7 Prozent an Wert. Gegenüber dem zwischenzeitlichen Tiefstand im Dezember 2009, hat die Aktie allerdings knapp 13 Prozent zugelegt.

Conergy AG: ISIN DE0006040025 / WKN 604002

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