Private Solaranlage in Fukushima. Seit der Atomkatastrophe von 20111 setzt das Land verstärkt auf Erneuerbare Energie. / Quelle: Canadian Solar

14.01.15 Erneuerbare Energie

Experten erwarten starkes Wachstum des globalen Solarmarktes

Japan war auch in 2014 nach China der zweitgrößte Solarmarkt weltweit. Dabei hat der Inselstaat seinen Abstand auf China offenbar deutlich verkürzt. Das geht aus einer Markteinschätzung des japanischen Marktforschungsunternehmens RTS PV hervor.  Demnach wurde im vergangenen Jahr eine Solarstromkapazität von insgesamt acht Gigawatt (GW) neu ans Netz gebracht nach rund fünf GW in 2013. Die Regierung von Japan hatte 2012 attraktive feste Einspeisetarife eingeführt und damit einen Solarboom in dem Land ausgelöst, der seither immer stärker Fahrt aufnahm.

Allerdings könnte dieser starke Aufwärtstrend in 2015 kippen. Davon gehen zumindest Experten der Credit Suisse in einer aktuellen Analyse des weltweiten Solarmarktes aus. Sie verweisen unter anderem auf die zunehmenden Probleme der japanischen Netzbetreiber, ausreichend Netzkapazität für neue Photovoltaikprojekte bereitzustellen. In ihrem Report sagen sie dagegen ein starkes Wachstum des Solarmaktes in den USA voraus, wo 2016 ein wichtiges Förderinstrument ausläuft. Laut dem Report der Credit Suisse dürften die Vereinigten Staaten Japan in diesem Jahr als Solarmarkt mit dem weltweit zweitstärksten Zubau ablösen. Demnach wird der Anteil der USA am weltweiten Zubau der Solarstromkapazität in 2015 auf 16 Prozent steigen und der Japans von 18 auf 11 Prozent absacken. Den Anteil Europas sehen die Experten der Bank stabil bei 16 Prozent und China unangefochten an der Spitze mit einem Anteil von 26 Prozent. Insgesamt werde sich das globale Wachstum auf mehr Länder verteilen. Gegenüber 2014 sagt der Report ein Wachstum in 2015 von 21 Prozent auf 53 GW voraus.
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