18.02.13

Experten erwarten verstärkte Investitionen in Klimaschutztechnologie

In Folge des Bevölkerungswachstums, steigender Einkommen und fortschreitender Industrialisierung wird der globale Energiebedarf in den nächsten Jahren weiter steigen. Darauf hat Michael Sieg hingewiesen, CEO und Chairman der ThomasLloyd Group. Die auf Erneuerbare Energien und Cleantech spezialisierte Investmentbanking und Investmentmanagement-Gruppe hat in Zürich ihren nunmehr dritten ThomasLloyd Cleantech Kongress durchgeführt.
„Besonders die Schwellenländer werden künftig einen enormen Anteil an den wachsenden Verbräuchen haben“, erläuterte Sieg auf der Veranstaltung. Laut dem BP Energy Outlook 2030 betrage der Anteil der Nicht-OECD-Länder am weltweiten Bevölkerungswachstum bis 2030 rund 90 Prozent. Gleichzeitig steige der Anteil dieser Länder am wachsenden Energieverbrauch auf etwa 93 Prozent. Es gelte, „rechtzeitig eine alternative Energieinfrastruktur und Produktionskapazitäten in diesen Märkten zu entwickeln“, so Sieg weiter.

Lord Nicholas Stern, Autor des so genannten Stern-Reports, der die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels schon 2006 erstmals untersuchte, sprach ebenfalls auf dem ThomasLloyd Cleantech Kongress. Er berichtete von seine Eindrücken auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Demnach rücken Nachhaltigkeit und Klimawandel erneut in den Blick der Weltpolitik, nachdem in den letzten Jahren unter den politischen Entscheidern noch die Finanz- und Wirtschaftskrise dominiert habe, so Stern. Das sei ein positives nachhaltiges Signal für alle Investoren, die auf den Ausbau von Erneuerbaren Energien und Infrastruktur setzen.
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