16.07.09 Erneuerbare Energie

Fachverband Biogas fordert Einspeisegesetz für Gas

Der Fachverband Biogas e.V. fordert ein eigenständiges Gas-Einspeisegesetz, das analog zum Erneuerbare-Energien-Gesetzes gestaltet sein soll. Damit soll die Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz gefördert werden. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2020 rund sechs Milliarden Kubikmeter Biomethan ins Erdgasnetz einzuspeisen. Bisher seien davon erst 0,7 Prozent erreicht. Ein Grund dafür sei, das Biogaseinspeiseprojekte schwierig zu realisieren seien, betont der Fachverband Biogas.

“Mit einem effizienten Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetz kann die Biogas-Branche bis  zum Jahr 2030 mindestens zehn Milliarden Kubikmeter Biomethan jährlich – das sind zehn Prozent des derzeitigen deutschen Erdgasverbrauchs – in  das deutsche Erdgasnetz einspeisen”, sagt Verbandspräsident Josef Pellmeyer.

Der Verband verspricht sich von einem solchen Gesetz zudem ähnlich positive  Beschäftigungseffekte wie durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz.

Biogas wird bisher vor allem zur Stromerzeugung und gleichzeitigen Bereitstellung von  Wärmeenergie am Ort der Biogasanlage genutzt. Zukünftig soll es über das Erdgasnetz für Wärmeabnehmer und als Grundstoff in der chemischen  Industrie und als Kraftstoff in Erdgasfahrzeugen eingesetzt werden. Vor  dem Transport durch das Erdgasnetz wird das Biogas zu Biomethan aufbereitet, das die gleiche Qualität hat wie das Erdgas.

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