Der Energiekonzern RWE will am Kohle-Tagebau festhalten. / Foto: Fotolia

28.08.15 Erneuerbare Energie

Fährt die RWE AG Polizisten auf Pick-ups spazieren, um Pfefferspray auf Demonstranten zu sprühen?

Dass RWE vor riesigen wirtschaftlichen Problemen steht, dass RWE zu den größten Klimasündern weltweit gehört: alles bekannt. Wie sich der Konzern wehrt, wenn es um sein Kerngeschäft geht, die klimaschädliche Braunkohle, dass könnte ihm weitere Punkte in Richtung „Gar-nicht-nachhaltig“ einbringen. Denn als am 15. August etwa 1.500 Aktivisten im Rahmen des Bündnisses „Ende Gelände“ gegen den Tagebau Garzweiler vorgingen, war die Polizei mit dabei – mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Mona Bricke von Ende Gelände sagt: „Die Polizei ging von Anfang an mit voller Härte gegen die AktivistInnen vor, von denen keinerlei Eskalation ausging,  und verhielt sich, als ob sie es mit gefährlichen StraftäterInnen zu tun hätte.“
In ihrem Bericht an den Landtag zum Einsatz im Tagebau Garzweiler betont die Einsatzleitung der Kreispolizeibehörde Düren dagegen, dass mit dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt geblieben sei. Im Zusammenhang mit der Aktion Ende Gelände wurden laut Polizeibericht zehn aufgrund polizeilicher Maßnahmen verletzte Aktivisten ins Krankenhaus eingeliefert. Der Polizeibericht enthalte keinerlei Hinweise auf Sachbeschädigung, so Ende Gelände.
Die Kooperation von Polizei und RWE ist jedoch bemerkenswert: So wurden Polizisten in Pick-up Trucks von RWE durch den Tagebau gefahren, und der Einsatz von Pfefferspray habe auch von den Ladeflächen dieser Fahrzeuge aus stattgefunden, kritisierten die Betroffenen. Selbst bei Ingewahrsamnahmen in Form von Polizeikesseln sei RWE beteiligt gewesen. Dazu Bricke: „Wir halten die enge Zusammenarbeit zwischen privatem Sicherheitsdienst, RWE-Mitarbeitern und Polizei beim Einsatz im Tagebau für äußerst bedenklich.
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