03.04.13 Erneuerbare Energie

Feste Einspeisevergütung in Japan um zehn Prozent gesenkt

Japans Betreiber neuer Solaranlagen bekommen weniger Geld für ihren Grünstrom als bisher. Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) folgte der Empfehlung eines eigens einberufenen Expertengremiums (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete): Es senkte die festen Tarife für die Einspeisung von Sonnenstrom ins Stromnetz um 9,5 bis 10 Prozent, abhängig von der Leistungskapazität der Anlagen. Die neuen Tarife gelten seit dem 1. April 2013, der gleichzeitig den Beginn des japanischen Fiskaljahres markiert. Wie in Deutschland gilt der Tarif dann für 20 Jahre.

Zuvor hatten Photovoltaikanlagen in Japan 42 Yen (40 Eurocent) je Kilowattstunde Sonnenstrom erhalten. Strom aus Anlagen mit mehr als 10 kW Leistungskaopazität, die am 1.4. oder später mit der Stromproduktion begonnen haben, wird mit 37,8 japanischen Yen (umgerechnet 0,31 Euro) pro Kilowattstunde vergütet. Für Strom aus kleineren Anlagen wird künftig noch 38 Yen (0,32 Euro) je Kilowattstunde bezahlt. Bei der Stromvergütung der Kleinanlagen sind fünf Prozent Mehrwertsteier enthalten. Die Nettovergütung beläuft sich nach Angaben des Ministerums auf 36 Yen, was 30 Cent je Kilowattstunde entspricht. Betreiber vergleichbarer Anlagen in Deutschland erhalten aktuell 15,9 Eurocent je Kilowattstunde. Allerdings sind hierzulande die Verkaufspreise für Solartechnik-Komponenten geringer als in Japan.
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