Schwarz sehen müssen Fielmann-Aktionäre nicht - trotz des eher niedrigen Gewinns im Geschäftsjahr 2017. / Foto: Unternehmen

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Fielmann steigert Brillenabsatz - Gewinn aber gering

In den Fielmann-Filialen sind 2017 mehr Brillen über den Verkaufstisch gegangen als im Vorjahr: Rund 8,1 Millionen Sehhilfen hat der MDax-Konzern verkauft. 2016 waren es 7,99 Millionen Brillen. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2017 nach vorläufigen Zahlen um 3,7 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro.

Dennoch brach die Aktie bisher im Tradegate-Handel um über 1 Prozent ein - auf aktuell 67,0 Euro (Stand: 22.2., 9:06 Uhr). Das lag offenbar an Fielmanns Ergebnis vor Steuern, das viele Börsenexperten höher geschätzt hatten. Das Vorsteuerergebnis nahm voraussichtlich um gut 3 Prozent auf 249 Millionen Euro zu.

Hohe Steuerquote schmälert Nachsteuergewinn

Unter dem Strich verdiente die Optikerkette mit 173 Millionen Euro etwa 1 Prozent mehr als im Vorjahr, zeigen die vorläufigen Zahlen. Als Grund gaben die Hamburger eine höhere Steuerlast an. Eine steuerliche Betriebsprüfung habe zu veränderten Verrechnungspreisen zwischen den Landesgesellschaften in den Jahren 2014 bis 2017 geführt: "Infolgedessen erhöhte sich die Steuerquote 2017 überproportional." Fielmann-Landesgesellschaften gibt es zum Beispiel in Österreich und der Schweiz (mehr dazu lesen Sie im ausführlichen Unternehmensporträt).   

Die Aktionäre sollen eine Dividende in Höhe von 1,85 Euro je Aktie erhalten, was nur 5 Cent mehr wären als 2016. Auch das sagte offenbar nicht allen Anlegern zu.

Mehr Niederlassungen - mehr Marktanteile?

Ende 2017 betrieb Fielmann 723 Niederlassungen (Vorjahr: 704). Das Unternehmen treibt zudem die Expansion im In- und Ausland voran. "Wir sind zuversichtlich, auch im laufenden Geschäftsjahr unsere Marktanteile auszuweiten", hieß es dazu.

Die Fielmann AG ist Marktführer für Augenoptik in Deutschland und Europa und eine ECOreporter-Favoriten-Aktie in der Kategorie 2 (Mittelklasse-Aktien).

Fielmann AG: ISIN DE0005772206 / WKN 577220

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