31.08.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Finanzdienstleister verbucht Einbruch im 1. Halbjahr – Aufgabe des Filialgeschäfts angekündigt

Ein „deutlich zurückgegangenes Halbjahresergebnis“ meldet der börsennotierte Versicherungsmakler versiko AG für die ersten sechs Monate des Jahres 2009. Die Gesamtleistung aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erlösen sank demnach um rund 38 Prozent, von 7,6 Millionen Euro auf 4,7 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gibt versiko mit 0,465 Millionen Euro an. Der Halbjahresgewinn betrage 1,2 Millionen Euro.

Wie versiko weiter berichtet, hat sich das Geschäft mit Konzeption, Auflage und Absatz nachhaltiger Kapitalanlageprodukte in den ersten 6 Monaten stabilisiert. Im Bereich der Vermittlung von Kapitalanlagen habe man die eigenen Ziele hingegen erneut klar verfehlt. Die Umsätze im Direktvertrieb an die über 50.000 Kunden bundesweit sind demzufolge um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Die Zielerreichung der Erlöse im Neugeschäft liege um 42 Prozent unter Plan. Die versiko hat vor diesem Hintergrund eine grundlegende Restrukturierung des Vertriebs beschlossen. Der kostenintensive Filialvertrieb werde zum 31.12.2009 aufgegeben, heißt es. Das neue Konzept sehe eine Konzentration der Geschäftstätigkeit auf den Stammsitz in Hilden bei Düsseldorf vor. Zukünftig werde die Betreuung der Kunden zentral von angestellten Mitarbeitern übernommen. Der Status als Allfinanzmakler bleibe erhalten.

Die versiko-Aktie hat seit Ende 2008 beständig an Wert verloren, der Kurs sank von 4,10 Euro bis 2,28 Euro (28.8.). In Frankfurt wurde die Aktie am Morgen mit 2,34 Euro notiert (11:01 Uhr). 

versiko AG: ISIN DE0005408686 / WKN 540868
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