17.01.13

Finanzspritze aus Japan für Nordsee-Windkraftprojekte von TenneT

Mit der japanischen Mitsubishi hat der Netzbetreiber TenneT einen Großinvestor für seine teils um Jahre verzögerten Stromanschlussprojekte für Offshore-Windkraftanlagen in deutschen Gewässern gefunden.

Die Japaner haben TenneT zufolge zwei Verträge unterzeichnet, über die sich Mitsubishi jeweils 49 Prozent der Anteile an zwei Stromanschlussgroßprojekten sichere. Dabei handele es sich um die Stromanschlussplattformen BorWin1 und BorWin2 einerseits sowie HelWin2 und DolWin2 andererseits. Insgesamt investiere Mitsubishi 576 Millionen Euro, 240 Millionen davon in das Anteilspaket zu den BorWin-Plattformen und 336 Millionen in das zweite Anteilspaket.

Die Gesamtinvestition in diese Stromnetzanbindungsprojekte beziffert TenneT auf 2,9 Milliarden Euro. Die Plattformen hätten nach ihrer Fertigstellung die Kapazität Nordsee-Windparks mit 2.800 Megawatt Gesamtleistungskapazität mit dem Stromnetz an Land zu verbinden.

Weil TenneT bislang das Geld fehlte, liegen viele Netzanschlussprojekte teils Jahre hinter ihren Zeitplänen zurück. Was sich auf direkt auf die Projektierer und Bauherren auswirkt, weil diese Verzögerungen die ohnehin kostspieligen Großprojekte weiter verteuern. Fünf von sieben dieser Netzanschlussplattformen von TenneT liegen zum Teil sogar 24 Monate hinter ihren Zeitplänen (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete).


Der schnelle Ausbau der Offshore-Windkraft ist aber ein zentraler Baustein der Energiewende, so sie sich die schwarz-gelbe Bundesregierung vorstellt. Da ist es wenig verwunderlich, dass Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) den Vertrag zwischen TenneT und Mitsubishi mit großer Freude zur Kenntnis nahm: „Das ist eine großartige Nachricht. Der Offshore-Ausbau nimmt damit volle Fahrt auf. Jetzt geht es darum, weitere Investoren zu gewinnen. Ich bin zuversichtlich, dass Tennet diese Gespräche vorantreibt“,  so Rösler
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