SMA Solar ist Weltmarktführer unter den Wechselrichterherstellern. Die Kooperation mit Danfoss soll diese Position festigen. / Foto: Unternehmen

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Fix: SMA Solar übernimmt Danfoss-Sparte – keine Dividende für 2013

Die strategische Partnerschaft zwischen dem Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology und der dänischen Danfoss A/S nimmt Form an. Die beiden Konzerne haben die bereits im Februar 2014 vorgestellte Zusammenarbeit (ECOreporter.de  berichtete) nun offiziell vertraglich fixiert. Damit übernimmt SMA Solar die Wechselrichter-Sparte von Danfoss. Die Dänen steigen im Gegenzug als Großaktionär bei SMA Solar ein und übernehmen 20 Prozent aller Anteile von SMA Solar. Die Kartellbehörden hätten der Kooperation bereits zugestimmt, teilt der Weltmarktführer unter den Wechselrichterherstellern aus Niestetal bei Kassel mit.  Laut Vertrag investiert Danfoss  insgesamt 302,38 Millionen Euro in 6,94 Millionen Aktien. Das entspricht einem Stückpreis von 43,57 Euro je Aktie. Verkäufer sind SMA zufolge die Unternehmensgründer, ihre Familien und Stiftungen. Der frei handelbare Streubesitz der SMA-Aktie liegt nach Abschluss der Transaktion bei 25,05 Prozent. Die SMA-Gründer, ihre Stiftungen und Familien halten nach Abschluss der Transaktion 54,95 Prozent der Aktien.
Dies Kooperation ein entscheidender Schritt für die beiden führenden Spezialisten für Systemtechnik, um ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen, hieß es bei der Vertragsunterzeichnung. Durch die Übernahme des Photovoltaik-Wechselrichtergeschäfts von Danfoss könne SMA zusätzlich das wachstumsstarke Marktsegment der mittelgroßen Solarstromanlagen in Europa, den USA und Asien noch besser bedienen als bisher. „Danfoss wird in den kommenden Jahren insbesondere von der Bündelung des Einkaufsvolumens und den hohen Wachstumsraten der Photovoltaik-Industrie profitieren. Synergien im Einkaufsbereich sollten ab 2015 in beiden Unternehmen zu jährlichen Einsparungen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich führen“, erklärte der Danfoss- Präsident und Vorstandsvorsitzende Niels B. Christiansen. Urbon und Christiansen betonen, dass sie die Kooperation ebenso zügig umsetzen werden wie die Verhandlungen im Vorfeld.

Erstmals keine Dividende für die Aktionäre

SMA Solar zahlt für das Geschäftsjahr 2013 keine Dividende. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Hauptversammlung. Das sei das erste Mal überhaupt seitdem SMA Solar an der Börse notiert ist, betonte die Unternehmensführung hierzu. «. Seit dem Börsengang habe man bislang jährlich durchschnittlich 1,20 Euro Dividende pro Aktie ausgeschüttet. „Unsere Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttungsquote von 20 bis 40 Prozent bezogen auf den Konzernüberschuss vor. Weil SMA jedoch 2013 einen Verlust habe hinnehmen müssen, habe der Vorstand den Verzicht auf eine Dividendenausschüttung vorgeschlagen, dem die Aktionäre gefolgt seien. Die SMA Solar Technology AG hatte das vergangene Jahr  mit 932,5 Millionen Euro Umsatz und 89,1 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) beschlossen. Für 2014 prognostiziert der SMA-Vorstand bei einem Umsatz von 1,0 Mrd. Euro bis 1,3 Milliarden Euro ein „bestenfalls bis zu 20 Millionen Euro“ erwirtschaften zu können. Die Prognose setzte ein stabiles regulatorisches Umfeld voraus, insbesondere in Europa, so der Vorstand.


Die SMA-Aktie startete heute mit  0,9 Prozent Kursgewinn in den Handelstag an der Deutschen Börse. Um 9:47 Uhr notierte sie bei 29,60  Euro. Damit lag sie knapp 20 Prozent über ihrem Kurs von vor einem Jahr.
SMA Solar Technology AG: ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J

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