06.05.13 Erneuerbare Energie

Forschungsverbund will Grünstrom als Gas speichern

Die Speicherung von Grünstrom ist ein zentrales Problem der Energiewende. Denn nur wenn er sich speichern lässt, steht Strom aus regenerativen Quellen wie Wind und Sonne auch dann zur Verfügung, wenn kein Wind weht und wenn es Nacht ist. Ein Forschungsverbund aus Unternehmen und Instituten erprobt jetzt als Lösung das so genannte Power-to-Gas-Verfahren. Es zielt darauf ab, Ökostrom in Gas umzuwandeln und dadurch speicherbar zu machen. Dabei wird der Grünstrom durch Elektrolyse und Methanisierung in synthetisches Erdgas umgewandelt. Dieses EE-Gas kann man direkt in das Erdgasnetz einspeisen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert dieses auf zweieinhalb Jahre angelegte Projekt. Daran beteiligen sich die juwi technologies GmbH, das Reiner Lemoine Institut gGmbH (RLI), die RWE Deutschland AG, die ETOGAS GmbH (ehem. SolarFuel GmbH) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Der Forschungsverbund möchte mithilfe des Projektes darstellen, wie eine 100%ige Versorgung aus Erneuerbaren Energien konkret aussehen kann und welche Anforderungen sich an ein zukünftiges Energieversorgungssystem durch das Power-to-Gas-Verfahren ergeben. juwi ist als Projektkoordinator verantwortlich für die Konzeptionierung, Simulation und Optimierung sowie die praktische Umsetzung und wird dabei von ZSW und ETOGAS unterstützt. Das RLI leitet die Voruntersuchung der Modellregion und die Bewertung aus wissenschaftlicher und ökonomischer Sicht, während RWE Deutschland das Konzept aus Sicht eines Netzbetreibers begleitet und bewertet.
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