Wasserkraftwerk des Mischkonzerns Abengoa: Am Freitag entscheidet sich endgültig, ob die Gläubiger dem Sanierungsplan zustimmen. / Foto: Unternehmen

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Frist für Abengoa läuft ab: Gläubiger entscheiden über Rettungsplan

Für den spanischen Konzern Abengoa läuft am morgigen Freitag eine wichtige Frist ab: Dann entscheidet sich, ob eine Mehrheit der Gläubiger dem Sanierungskonzept des überschuldeten Ökostrom- und Infrastrukturkonzerns zustimmt.  Insgesamt müssen 75 Prozent der Gläubiger in den Rettungsplan einwilligen.  Zu ihnen gehören unter anderem die Banco Popular, Santander und die CaixaBank aus Spanien sowie die französische Credit Agricole.

Belastet mit einem Schuldenberg von 9,4 Milliarden Euro hatte Abengoa im November 2014 vorläufigen Gläubigerschutz beantragt. Das zuständige Gericht räumte dem Unternehmen aus Sevilla bis zum 28. Oktober 2016 Zeit ein, um ein Sanierungskonzept vorzulegen. Wie eine anonyme Quelle der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, sei Abengoa auf gutem Wege, die Drei-Viertel-Zustimmung der Gläubiger zu erreichen.

Laut einer Unternehmensmitteilung von August wollen große Kreditgeber Abengoa über neue Schuldverschreibungen rund 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen und erhalten dafür 50 Prozent der Aktien. Auch die Anleihe-Investoren sollen Schuldverschreibungen gegen Aktien tauschen. Sie bekommen für 70 Prozent ihrer Darlehen 40 Prozent der Aktien. Die übrigen 30 Prozent ihres Investments sollen sie in neue Schuldverschreibungen tauschen. Anleger, die dem Plan nicht zustimmen, müssen auf 97 Prozent ihres Investments verzichten.

Abengoa SA: ISIN ES0105200416 / WKN 904239
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