Nachhaltige Aktien, Meldungen

Gamesa meldet starke Zahlen für 2008 - vager Ausblick für 2009 verschreckt die Börsianer

Mit starken Verkäufen haben die Börsianer auf die Geschäftszahlen der spanischen Gamesa SA für 2008 reagiert. Deren Aktie gab in Frankfurt bis 10 Uhr um knapp sieben Prozent auf 10,65 Euro nach. Dabei hat der Windturbinenbauer gute Geschäfte gemacht. Der Nettogewinn kletterte um 27 Prozent auf 155 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 40 Prozent auf 495 Millionen Euro. Den Umsatz hat Gamesa um 27 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro verbessert. Die Kapazität der an Kunden ausgelieferten Windräder wurde um zwölf Prozent auf 3,684 Megawatt (MW) gesteigert. Davon entfielen trotz der Finanzkrise allein 1,375 MW auf das 4. Quartal. Das Volumen der 2008 erlangten Aufträge beziffert Gamesa mit 5,800 MW.

Allerdings stellte der Windturbinenbauer für 2009 keine weiteren Steigerungen des Wachstums in Aussicht. Er geht davon auf, 2009 mit 3,300 bis 3,600 MW höchstens viele Anlagen auszuliefern wie in 2008. Die Marge werde sich „wahrscheinlich“ erholen, so das Unternehmen. Dagegen hatten Konkurrenten wie der Weltmarktführer Vestas oder die deutschen REpower und Nordex für 2009 deutliche Umsatzsprünge angekündigt.

Katharina Cholewa, Analystin der West LB, hält solche Prognosen angesichts der schrumpfenden Nachfrage für „mehr als fraglich“. Nach ihrer Einschätzung müssten die Anlagenbauer dafür bereits im 1. Quartal dieses Jahres deutlich mehr fixe Aufträge generieren, und das trotz der gegenwärtigen Probleme von Projektierern, Windparks zu finanzieren. Sie geht davon aus, dass die Hersteller von Windturbinen stattdessen in 2009 Überkapazitäten aufbauen werden.

Gamesa Corp. Tecnologica S.A.: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8


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