"Wir werden unseren Mitgliedern eine Dividende von 4 Prozent vorschlagen können", sagte Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandschef der KD-Bank. Foto: Unternehmen

19.01.18 Finanzdienstleister

Gegen den Trend: Bank für Kirche und Diakonie wächst 2017

Viele Banken in Deutschland stehen aufgrund der EZB-Zinspolitik unter Druck. Gut verkraftet aber offenbar die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) die anhaltende Negativzinsphase. Sie hat nun für das Geschäftsjahr 2017 Wachstumszahlen vorgelegt.

Ihre Bilanzsumme verzeichnete demnach ein Plus von 7,2 Prozent und betrug über 5,6 Milliarden Euro. Gestiegen seien auch die bilanziellen Einlagen, um rund 8 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Das betreute Anlagevolumen der KD-Bank, das bilanzielle Einlagen und Kundenwertpapiere umfasst, hat 2017 um knapp 7 Prozent zugenommen und lag bei 8 Milliarden Euro. Die Kredite legten um rund 5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu.

Kreditvergabe an soziale Einrichtungen stieg deutlich
 
"Unsere Kunden aus der Sozialwirtschaft nutzen die Niedrigzinsphase, um die Anforderungen - wie zum Beispiel aus dem Bundesteilhabegesetz oder den Pflegestärkungsgesetzen - zu erfüllen und für die Zukunft fit zu sein", erläutert Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, die Zahlen. "Unsere Aufgabe sehen wir darin, optimale Finanzierungslösungen bereitzustellen."

2017 hat die Bank 250 Millionen Euro an neuen Krediten vergeben, größtenteils an soziale Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Kindergärten sowie Einrichtungen für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen, ebenfalls ein neuer Höchstwert.

Mitglieder sollen Dividende von 4 Prozent erhalten
 
Nach ihren Angaben sei der Verwaltungsaufwand der KD-Bank im Branchenvergleich niedrig. Eine "zufriedenstellende Ertragslage" sowie die "komfortable Eigenkapitalausstattung" eröffnten gute Marktchancen. "Wir werden unseren Mitgliedern eine Dividende von 4 Prozent vorschlagen können", sagte Thiesler.

Die KD-Bank mit Sitz in Dortmund ist eine eG (= eingetragene Genossenschaft). Ihre Mitglieder sind überwiegend Institutionen aus dem Bereich der Evangelischen Kirche und ihrer Diakonie. 

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