17.06.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Gehört Solon bald der Deutschen Bank?

Die Deutsche Bank entwickelt sich zu einem gewichtigen Anteilseigner der Solon SE. Schon bei der 235 Millionen Euro schweren Erneuerung der Kreditlinien des Berliner Solarkonzerns hatte die Deutsche Bank als führendes Institut eines achtköpfigen Finanzierer-Konsortiums eine große Rolle gespielt (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). Nun hat die Deutsche Bank ihren Anteil am Unternehmen mit dem Zukauf von 4,8 Millionen Stammaktien auf 27,89 Prozent ausgebaut.  Nach Angaben der Solon SE befinden sich 63,9 Prozent der Solon-Aktien im Streubesitz. Die Deutsche Bank begleitet auch die vor kurzem angekündigte Aktienemission von Solon, die das Grundkapital des Solarkonzerns um rund 37 Prozent erhöhen soll (wir berichteten auch Opens external link in new windowdarüber).

Es drängt sich eine parallele zur kriselnden Conergy AG auf. Zu deren Großaktionären gehört die Commerzbank. Als einer der Gläubigern des hoch verschuldeten Solarunternehmens war es gezwungen gewesen, im Rahmen einer Kapitalerhöhung Ende 2008 ein großes Aktienpaket zu übernehmen, da das Interesse an neuen Conergy-Aktien nur gering gewesen war. Nur mit den Einnahmen aus der Kapitalerhöhung hatte der Hamburger Solarkonzern einen existenzgefährdenden Liquiditätsengpass überbrücken können. Nur durch eine Ausnahmegenehmigung der Bankenaufsicht BaFin war die Commerzbank von der Verpflichtung befreit worden, ein Übernahmeangebot für die Conergy vorzulegen. Unter anderem der hohe Aktienanteil einer Kredit gebenden Bank belastet seither den Kurs der Conergy-Aktie. Denn es ist davon auszugehen, dass die Commerzbank die Wertpapiere so bald wie möglich zu Geld machen möchte. Zumal sie selbst mit hohen Verbindlichkeiten ringt.

Conergy: ISIN DE0006040025 / WKN 604002
Solon SE : ISIN DE0007471195 / WKN 747119
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