Aus Silizium werden Solaringots gebrannt, zu Wafern geschnitten, daraus dann Solarzellen gefertigt und in Modulen gebündelt. Mit dem Aufbau einer eigenen Siliziumproduktion hat LDK Solar bislang nur Geld verloren. / Quelle. Wacker Chemie AG

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Gelingt der kriselnden LDK Solar bald die Trendwende?

In zwei Wochen will die chinesische LDK Solar ihre Zahlen für das 2. Quartal veröffentlichen. Laut Konzernchef Tong Xingxue können die Investoren mit einer Umkehr des langen Negativtrends rechnen. Das hoch verschuldete Unternehmen aus Xinyu hat seit längerem tiefrote Zahlen veröffentlicht, zuletzt für das 1. Quartal 2013 einen operativen Verlust in Höhe von 93,2 Millionen Dollar. Grund dafür war vor allem der starke Preisverfall für Solarprodukte infolge eines starken Überangebotes im Weltmarkt.

Wie Tong Xingxue nun in einem Bloomberg-Interview erläuterte, ist die Nachfrage für LDK-Produkte in den letzten Monaten deutlich angestiegen. Der Solarkonzern habe seine Lagerbestände in den vergangenen beiden Quartalen nahezu vollständig aufgebraucht. Seine zu Jahresbeginn lediglich zu 30 Prozent genutzte Produktionskapazität sei mittlerweile fast zu 100 Prozent ausgelastet.
Dies erklärte der LDK-Chef insbesondere mit der hohen Nachfrage aus dem Heimatmarkt China, die durch eine stark verbesserte Solarförderung beflügelt wird.

Allerdings stellte er für das 2. Quartal noch keine Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht. Das könne aber in der zweiten Jahreshälfte gelingen. Denn im zweiten Halbjahr 2013 könnten die Preise für Solartechnik wieder steigen, etwa weil der Solarkompromiss zwischen der Volksrepublik und der EU die Unsicherheit darüber beendet habe, ob in Europa hohe Strafzölle auf Solartechnik aus China eingeführt werden. Das werde die ohnehin steigende Nachfrage zusätzlich stimulieren.

Die mit viel Geld aufgebaute Siliziumproduktion will LDK Solar laut Tong Xingxue aber vorerst noch nicht wieder hochfahren. Die liegt seit dem ersten Quartal 2012 still, weil sich die Produktion dieses wichtigsten Rohstoffes für die Produktion von Solarmodulen für das Unternehmen nicht rechnet. Das Kilogramm Solarsilizium wird derzeit im Markt zu Durchschnittspreisen von unter 17 Dollar gehandelt. Wie der Konzernchef mitteilte, werde LDK mit der Produktion erst wieder beginnen, wenn der Siliziumpreis auf mindestens 23 Dollar je Kilo angestiegen ist.

LDK Solar Co. Ltd: ISIN US50183L1070 / WKN A0MSNX
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