22.07.09 Fonds / ETF

Gemischte Bilanz der Wertentwicklung von Fonds-Sparplänen

Sparpläne auf Aktienfonds zeigen im Durchschnitt eine enttäuschende Wertentwicklung. Das geht aus einer aktuellen Bilanz des Bundesverbandes Investment und Asset Management e.V. (BVI) hervor. Demnach haben solche Sparpläne mit Anlageschwerpunkt Deutschland auf Sicht von zehn Jahren im Schnitt jedes Jahr 2,6 Prozent an Wert verloren. Auf Sicht von 20 Jahren betrug der Wertzuwachs pro Jahr lediglich 3,3 Prozent. Erst auf Sicht von 30 Jahren kann die Rendite überzeugen, hier betrug sie 6,1 Prozent pro Jahr.

Noch schlechter fällt die BVI-Bilanz für global ausgerichtete Aktienfonds-Sparpläne aus. Auf zehn Jahre verbuchten sie pro Jahr einen Durchschnittsverlust von 5,6 Prozent. Über 20 Jahre erzielten sie einen jährlichen Wertzuwachs von 2,3 Prozent, über 30 Jahre betrug er 4,9 Prozent.

Über einen Anlagehorizont von 30 Jahren liegt damit die jährliche Durchschnittsrendite globaler Aktien-Sparfonds unter der von Rentenfonds-Sparfonds. Wie der BVI ermittelt hat, kommen hier Rentenfonds auf Euro und Rentenfonds mit internationaler Ausrichtung sowohl bei mittlerer als auch bei langer Laufzeit auf einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 5,4 bis 5,5 Prozent pro Jahr. Über 20 Jahre liegt die jährliche Durchschnittsrendite bei Euro-Rentenfonds bei 4,5 bis 4,7 Prozent, bei internationalen Produkten erreichen Langläufer 3,0 Prozent und Mitteläufer 3,8 Prozent. Über zehn Jahre halten sich die internationalen Rentenfonds mit 0,3 bis 1,0 Prozent im Durchschnitt im Plus, Rentenfonds erreichen 3,0 bis 3,3 Prozent.

Den höchsten durchschnittlichen Wertzuwachs pro Jahr ermittelte der BVI für Sparpläne auf rentenbetonte Euro-Mischfonds bei einer Laufzeit von 30 Jahren. Deren Rendite beträgt 7,5 Prozent. Wer über 30 Jahre 36.000 Euro einzahlte, kam am Ende auf über 129.000 Euro. Vergleichsweise stark fällt die jährliche Durchschnittsrendite von Sparplänen auf rentenbetonte Euro-Mischfonds auch über 20 Jahre aus. Hierfür beziffert sie der BVI mit 5,8 Prozent. Über zehn Jahre beträgt sie allerdings lediglich 0,7 Prozent.

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