German Pellets produziert nicht nur Pellets. Das Unternehmen aus Wismar handelt auch mit verschiedenen Energieholz-Produkten. Im Bild: Hackschnitzel bei der Verladung auf ein Schiff. / Quelle: Unternehmen

  Anleihen / AIF

German Pellets soll Energieholz nach Frankreich liefern

Mit einem neuen großen Auftrag erschließt sich die German Pellets GmbH ein weiteres Geschäftsfeld jenseits des Kerngeschäfts mit Pellets. Aus Frankreich erhielt die Energieholzherstellerin mit Sitz in Wismar eine erste große Order zur Lieferung von Holzhackschnitzeln an einen europäischen Energieversorger. Dieser verwende das sogenannte Hackgut neben Pellets, um in ehemaligen Kohlekraftwerken Bioenergie zu produzieren, teilt German Pellets mit. Es handle sich um den ersten großen Liefervertrag für Holzhackschnitzel, den die Energieholzspezialistin geschlossen habe, hieß es.

Holzhackschnitzel sind eine weniger aufbereitete Form von Energieholz als es Pellets sind. Deshalb enthalten sie mehr Restfeuchtigkeit und verbrennen weniger effizient. Während die Hackschnitzel 3 bis 4 kWh pro Kilogramm Energie bringen, liegen Holzpellets bei 5 kWh/Kg.


Die 2005 gegründete German Pellets GmbH ist nach eigenen Angaben der Weltmarktführer unter den Pelletproduzenten. Das Unternehmen verfügt demnach über ein eigenes Handelshaus, das nicht nur Energieholz aus der eigenen Produktion im Angebot hat. Auch die an das Kraftwerk in Frankreich zu liefernden Holzhackschnitzel kaufe German Pellets im Ausland ein, erklärt das Unternehmen. German Pellets betreibt neben Pelletwerken in Deutschland und Österreich einen Produktionsstandort im Süden der USA; ein zweites US-Werk befindet sich in Bau.


Einen Teil der Geschäfte finanziert die German Pellets GmbH über Anleihen und Genussrechte.  Über eine 2011 herausgegebene Anleihe (ISIN DE000A1H3J67) mit 7,25 Prozent Festzins warb German Pellets 80 Millionen Euro bei Anlegern ein. Zur Rückzahlung fällig ist sie nach fünf Jahren im April 2016. Weitere 72 Millionen Euro frisches Kapital sammelte das Unternehmen über eine zweite Anleihe ein, die ebenfalls mit 7,25 Prozent fest verzinst ist. Diese Anleihe (ISIN DE000A1TNAP7) läuft noch bis 2018 und wird wie ihre Vorgängerin im Freiverkehr der Börse Stuttgart gehandelt.


Im Zusammenhang mit den Anleiheemissionen hat die Creditreform Rating AG ein Bonitätsrating erstellt, das jährlich aktualisiert wird. Aktuell attestieren die Analysten German Pellets ein „geringes bis mittleres Insolvenzrisiko“ beziehungsweise eine „stark befriedigende Bonität“. Konkret lautet das Urteil BBB. Die Ratingskala der Creditreform AG umfasst acht Stufen zwischen den Noten AAA als bestmögliche Einschätzung und D als schlechteste.
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