Künftig bringen neue Solarparks Gewerbesteuereinnahmen in die Standortgemeinden. / Bildquelle: Fotolia

18.06.13 Erneuerbare Energie

Gewerbesteuer aus Solaranlagen künftig aufgeteilt

Durch eine Neuverteilung der Gewerbesteuer für Photovoltaikanlagen werden Solarstromkraftwerke künftig auch ihren Standortgemeinden weitere Steuereinnahmen bescheren. So hat es der Bundestag nun beschlossen. Dieses Steuersplittig gilt zunächst nur für Neuinstallationen, die ab dem 1. Juli in Betrieb gehen. Die Standortgemeinde erhält dann 70 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen, die Gemeinde in der der Betreiber ansässig ist nur noch 30 Prozent. Bislang erhielten die Betreibergemeinden die gesamte für Solaranlagen fällige Gewerbesteuer. Damit sich die Kommunen auf diese Umstellung einstellen können, soll die Neuregelung erst ab 2023-  also in zehn Jahren – auf alle in Deutschland betriebenen Solaranlagen ausgeweitet werden.

Die Umverteilung der Gewerbesteuer wird mit dieser Entscheidung eine große Dimension bekommen, denn es gibt zahlreiche Grümstromanlagenbetreiber, wie beispielsweise die Capital Stage AG aus Hamburg, die Bundesweit zahlreiche Solaranlagen betreiben.

„Diese Entscheidung dürfte die ohnehin hohe Akzeptanz von Solaranlagen bei Bürgern noch weiter steigern“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW Solar). Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien fänden 77 Prozent der Bundesbürger einen Solarpark in der Nachbarschaft gut oder sogar sehr gut, von den Menschen mit einem Solarpark in der Umgebung sogar 84 Prozent, so Körnig weiter.
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