Bauarbeiten an einem Photovoltaikprojekt in China. Im zweiten Quartal floss weltweit besonders viel Geld in neue Solaranlagen, allen voran in China. / Quelle: Suntech

27.07.15 Erneuerbare Energie

Globale Investitionen in erneuerbare Energie stagnieren

Weltweit ist im ersten Halbjahr um drei Prozent weniger in erneuerbare Energie investiert worden als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Daten hervor die Bloomberg New Energy Finance (BNEF) erhoben hat. Demnach summierte sich der globale Mittezufluss auf insgesamt 127,9 Milliarden US-Dollar. Dazu trug das zweite Quartal mit 73,5 Milliarden Dollar bei, fast exakt so viel wie vor einem Jahr.

Beim Blick auf die einzelnen Sektoren fällt auf, dass im zweiten Quartal mit 41,9 Milliarden Dollar der größte Teil der Investitionen auf die Photvoltaik entfiel. Damit lagen die Solarinvestments im zweiten Vierteljahr um 23 Prozent über denen im zweiten Quartal 2014. Vor allem in kleinere Solaranlagen wurde weltweit stärker investiert. Hier lag der Mittelzufluss mit 20,4 Milliarden Dollar um 29 Prozent über dem Vorjahreswert.

In keinem Land wurde im zweiten Quartal mehr in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert als in China. Dort wurden dafür laut BNEF 27,9 Milliarden Dollar aufgewendet. Zum Vergleich: die USA erreichten eine Summe von 12,2 Milliarden Dollar. Das waren drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, während China ein Plus von 15 Prozent erreichte. Die stärkste Wachstumsrate verzeichnete BNEF für den nun offenbar aufblühenden indischen Markt. Dort wurde im zweiten Quartal ein Plus von 75 Prozent erreicht. Allerdings war die Gesamtsumme mit 2,2 Milliarden Dollar vergleichsweise gering. Doch die im Herbst gewählte neue Regierung von Indien setzt anscheinend ihre Ankündigung um, den Ausbau der regenerativen Energie massiv zu befördern.

Europa erreichte zwar im zweiten Quartal ein Investitionsvolumen von 12,7 Milliarden Dollar und übertrumpfte damit die USA. Doch gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang der Mittel um satte 23 Prozent. Einen noch stärkeren Einbruch gab es in Brasilien, wo der Mittelzufluss mit einer Milliarde Dollar um 50 Prozent geringer ausfiel als im zweiten Quartal 2014.
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