Der Firmensitz von Engie Deutschland in Köln. Er liegt nur rund 150 Kilometer vom Kernkraftwerk Tihange entfernt, dass der Engie-Tochter Electrabel gehört. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Green Bond: Engie legt "grüne Anleihe" auf

Der Atomkonzern Engie setzt verstärkt auf Erneuerbare Energie. Um hier neue Projekte zu finanzieren, bringt er eine "grüne Anleihe" auf den Markt, einen sogenannten Green Bond. Konkret sollen die Einnahmen aus der Emission in Wasserkraftwerke, Windparks und Solaranlagen fließen sowie in Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Nachaltigkeitsrating-Agentur Vigeo Eiris hat in einer Analyse den Umweltnutzen der Anleihe bestätigt. Ein solches Gutachten wird "Second Party Opinion" genannt.  Mehr über Green Bonds erfahren Sie in unserer Serie aus 2016.

Engie hieß bis 2015 GDF Suez und ist in mehreren europäischen Märkten tätig. Zu dem französischen Konzern gehört zum Beispiel Electrabel, belgischer Betreiber von Kernkraftwerken. Diesem gehören die Pannen-Meiler Doel und Tihange. Die StädteRegion Aachen, die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, das niederländische Unterhaus und die deutsche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben erhebliche Sicherheitsbedenken angemeldet und bislang vergeblich eine Stillegung dieser beiden Atommeiler angestrebt.

Engie gibt die grüne Anleihe in zwei Tranchen heraus. Die eine läuft über sieben Jahre und bietet eine jährliche Verzinsung von 0,875 Prozent, die andere läuft elf Jahre mit einem Zins von 1,5 Prozent. Zusammen haben sie ein Emissionsvolumen von 1,6 Milliarden Euro.
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