03.04.16 Erneuerbare Energie

Greenpeace warnt vor Wasserknappheit durch Kohlekraft

Sieben Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs gehen auf die Kosten von Kohlekraftwerken.  Mit dieser Menge an Wasser ließen sich eine Milliarde Menschen mit Trinkwasser versorgen. Dies ergaben Untersuchungen von Greenpeace.  Damit liefert die Umweltorganisation ein neues Argument gegen die Erzeugung von Kohlestrom.

Während bisher vor allem die Treibhausgas-Emissionen Grund für einen angestrebten Ausstieg aus der Kohlekraft in Deutschland waren, weist Greenpeace über den nun veröffentlichten Report auf einen weiteren Negativpunkt hin. Da es günstige und saubere Alternativen gäbe, ließen sich Kohlekraftwerke nicht mehr verantworten, so der Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid.

Ungeachtet dieser Faktoren planen viele Länder den Bau von neuen Kohlekraftwerken. Ein Viertel davon sollen in Regionen mit bereits bestehender Wasserknappheit errichtet werden, so Greenpeace. Führend in der Planung von neuen Kraftwerken sei China mit einer geplanten Kapazität von 237 Gigawatt. Die Umsetzung würde den Wasserverbrauch des Landes beinahe verdoppeln. Nach China haben Indien mit 52 GW und die Türkei mit 7 GW die größten Pläne zum Ausbau der Kohlekraft.
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