24.03.15

Greiffenberger AG: Geschäftsjahr 2014

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen. 

Marktredwitz und Augsburg - Das Geschäftsjahr 2014 endete für die Greiffenberger-Gruppe nach einer deutlichen Umsatzdelle zur Jahresmitte mit Wachstum in den zwei Geschäftsbereichen Metallbandsägeblätter & Präzisions-bandstahl sowie Kanalsanierungstechnologie. Im dritten Geschäftsbereich, der Antriebstechnik, standen sich ein starkes Exportgeschäft und eine deutlich schwächere Inlandsnachfrage gegenüber. Nach vorläufigen Zahlen konnte der Greiffenberger-Konzern 2014 mit einem Umsatz von 152,2 Mio. EUR (Vj. 155,2 Mio. EUR), einem EBITDA von 9,4 Mio. EUR (Vj. 12,6 Mio. EUR) und einem EBIT von 2,4 Mio. EUR (Vj. 6,0 Mio. EUR) die im August 2014 konkretisierten Prognosen erreichen. Das Konzernjahresergebnis nach Steuern lag nach vorläufigen Zahlen 2014 bei -0,4 Mio. EUR nach 1,3 Mio. EUR im Jahr zuvor. Damit errechnet sich das Ergebnis je Aktie für 2014 mit -0,09 EUR nach 0,27 EUR im Vorjahr.

Stefan Greiffenberger, Vorstand der Greiffenberger AG: 'Ein besseres Ergebnis verhinderte der unerwartet schwache Auftragseingang Mitte des Jahres 2014, der sich beim Umsatz vor allem auf das zweite und dritte Quartal auswirkte. Insbesondere schwächte sich die Nachfrage aus Deutschland deutlich ab. Teilweise haben wir diese starken Nachfragerückgänge durch Wachstum an anderer Stelle kompensiert. Im Jahresverlauf konnten wir bei Metallbandsägeblättern & Präzisionsbandstahl sowie in der Kanalsanierungstechnologie wieder auf Wachstumskurs gehen. Gleichzeitig hat uns das Wachstum im Exportgeschäft der Antriebstechnik gezeigt, dass auch dieser dritte Unternehmensbereich trotz der aktuellen Schwäche im Inland gut positioniert ist.'

Per Saldo war in der Betrachtung über zwölf Monate hinweg insbesondere die Nachfrage aus dem Inland in der Antriebstechnik für den Erlösrückgang 2014 verantwortlich. Im Export hat die Greiffenberger-Gruppe ein Plus von 6,9 % erzielt. Die Auslandsumsätze konnten von 94,4 Mio. EUR auf 101,0 Mio. EUR gesteigert werden. Die Exportquote erhöhte sich entsprechend von 61 % auf 66 %. Besonders gut entwickelten sich 2014 insbesondere die Geschäfte in den USA, China und einigen Ländern Europas.

Antriebstechnik: Deutlich zweigeteilte Entwicklung zwischen Inland und Export

Der Unternehmensbereich Antriebstechnik musste 2014 einen Umsatzrückgang um 5,0 % von 98,6 Mio. EUR auf 93,8 Mio. EUR verbuchen. Damit war die Antriebstechnik der einzige Unternehmensbereich der Greiffenberger-Gruppe, der 2014 im Umsatz hinter dem Vorjahr zurückblieb. Entsprechend sank der Anteil am Konzernumsatz von 63,5 % auf 61,6 %. Aufgrund der sehr schwachen Inlandsnachfrage bei gleichzeitig wachsenden Exportumsätzen stieg die Exportquote dieses Unternehmensbereichs von 50 % auf 57 %. 2014 war durch eine sehr heterogene Entwicklung über die verschiedenen Zielmärkte hinweg geprägt. Beispielsweise konnten Branchen wie Hebetechnik, Medizintechnik, E-Mobilität oder Flurförderzeuge zulegen. In anderen Zielmärkten wie bei Erneuerbaren Energien und in Produktbereichen des allgemeinen Maschinenbaus stand dagegen ein Minus zu Buche. Auch ergebnisseitig hatte ABM unter der insgesamt unbefriedigenden Umsatzentwicklung zu leiden. Das EBIT sank von 4,8 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR . Vor allem aufgrund der Kurzfristigkeit des eingetretenen Rückgangs war es nicht im notwendigen Maße möglich, die Kapazitäten entsprechend anzupassen, zumal für 2014 eine deutliche Umsatzsteigerung erwartet wurde und das Mengengerüst entsprechend auf Wachstum ausgelegt worden war. Die neue Produktion in Polen wurde 2014 nach dem planmäßigen Start Ende 2013 wie geplant erfolgreich hochgefahren und gestaltete sich auf Gesamtjahressicht im Teilkonzern ABM wie erwartet ergebnisneutral. Ab 2015 soll sie dann deutlich positive Beiträge zur Kostenverbesserung innerhalb der Gesamtwertschöpfung des Unternehmensbereichs erbringen.

Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl: Umsatzstabilität und Ertragswachstum

Der Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl konnte den Umsatz von 42,7 Mio. EUR auf 43,4 Mio. EUR um 1,8 % steigern. Der unterjährige Umsatzverlauf zeigte sich sehr robust. Einzig im zweiten Quartal konnten die Vorgaben aus der Vorjahresperiode nicht übertroffen werden. Im ersten, dritten und vierten Quartal unterstrich Eberle die gute Aufstellung in den beiden Bereichen Präzisionsbandstahl und Metallbandsägeblätter. Auf Gesamtjahressicht konnte Wachstum in beiden Bereichen verzeichnet werden, wobei sich bei Metallbandsägeblättern eine insgesamt etwas höhere Dynamik als im Bereich Präzisionsbandstahl zeigte. Spürbare Wachstumsimpulse kamen insbesondere durch neue Kunden aus dem Inland sowie aus einigen europäischen Märkten, während die Entwicklung beispielsweise in China etwas unter den Erwartungen lag. Die Exportquote reduzierte sich leicht von 91 % auf immer noch sehr hohe 89 %. Der Anteil von Eberle am Gruppenumsatz stieg von 27,5 % in 2013 auf 28,5 % in 2014. Das EBIT stieg von 1,1 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR. Die Margenverbesserung war ein Resultat der gesteigerten Produktivität dank einer Vielzahl von Projekten zur Verbesserung interner Abläufe sowie von Investitionen in die Produktionsprozesse.

Kanalsanierungstechnologie: Hohes Wachstum im 2. Halbjahr

Der Umsatz im Unternehmensbereich Kanalsanierungstechnologie stieg 2014 um 8,0 % von 13,9 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter als im ersten Halbjahr noch ein Minus von 7 % zu Buche stand. Der Unternehmensbereich konnte dafür ein umso erfreulicheres zweites Halbjahr verbuchen, das um 21 % über den Umsätzen der Vorjahresperiode lag. Der Zuwachs ist auf die positive Geschäftsentwicklung im Kerngeschäft Schlauchliner für die grabenlose Kanalsanierung zurückzuführen, die auch aus dem im Laufe des ersten Halbjahres 2014 um größere Durchmesser erweiterten Produktspektrum und aus höheren Auslandsumsätzen aufgrund der weiteren Internationalisierung des Teilkonzerns BKP resultierte. Der vom reinen Projektgeschäft geprägte Bereich Gasrohrummantelung hat im Gesamtjahr 2014 im Gegensatz zum Vorjahr umsatzseitig kaum eine Rolle gespielt. Die Exportquote in der Kanalsanierungstechnologie erhöhte sich weiter von 43 % im Vorjahr auf 56 % in 2 014. Der Umsatzanteil des nach wie vor kleinsten Unternehmensbereichs in der Gruppe stieg von 9,0 % auf 9,9 %. Das EBIT ging trotz des Umsatzwachstums von 0,7 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR zurück. Hauptgrund waren einmalige Kosten rund um das Einfahren der neuen vierten Produktionslinie im ersten Halbjahr sowie Aufwand für weitere Maßnahmen zur Optimierung von Produkten und Produktionsprozess.

 
Ausblick: 2015 deutliches Wachstum bei Umsatz und Ertrag geplant

Zu Beginn des Jahres 2015 liegt der Auftragseingang leicht über Plan, während der Umsatz noch hinter Plan und Vorjahr liegt. Für 2015 geht die Greiffenberger-Gruppe trotzdem von einer Rückkehr zum Wachstumskurs aus. Insbesondere aus den erwarteten positiven Umsatzeffekten in Kombination mit weiteren Anstrengungen zur Kostenverbesserung rechnet die Greiffenberger-Gruppe für 2015 mit einer deutlichen Steigerung von EBITDA und EBIT auf ein Niveau zwischen 2013 und 2014. Insgesamt könnte sich 2015 ergebnisseitig noch als Übergangsjahr herausstellen, sodass das Ergebnisniveau 2013 möglicherweise noch nicht ganz wieder erreicht werden könnte. Bei ABM steht 2015 ganz im Zeichen des geplanten Umsatzwachstums und damit verbundener Skaleneffekte. Daneben sollen auch 2015 die verschiedenen Kostensenkungsmaßnahmen und die fortlaufende Optimierung der Supply Chain weiter vorangetrieben werden. Das EBIT 2015 sollte so gegenüber 2014 erheblich gesteigert werden können. Im Vergleich aller drei Teilkonzerne wird ABM den größten absoluten Beitrag zur angestrebten Ergebnisentwicklung der Greiffenberger-Gruppe leisten. Bei Eberle ist es aufgrund des weiterhin schwierigeren konjunkturellen Umfelds das primäre Ziel, die 2014 erreichte Verbesserung der Ergebnismargen weiter nachhaltig fortzuentwickeln. Etwas gehemmt werden könnte die eigentlich gute Ausgangslage bei Eberle dadurch, dass hinsichtlich der weiteren Entwicklung in einigen Zielmärkten aktuell noch Unsicherheit herrscht, so z.B. bezüglich des künftig zu erwartenden Wirtschaftswachstums in China. Bei BKP gilt es, in einem von zunehmendem Wettbewerb geprägten Markt die positive Entwicklung am neuen Unternehmensstandort Velten mit der erweiterten und vor allem auch kostenseitig optimierten Produktion weiter fortzusetzen.

 
Über die Greiffenberger AG:

Die Greiffenberger AG mit Sitz in Marktredwitz ist eine familiengeführte Industrieholding, die mit 1.091 Mitarbeitern und bei einer Exportquote von 66 % weltweit erfolgreich in technologisch anspruchsvollen Nischen dreier Wachstumsmärkte agiert:
    Antriebstechnik: Effiziente Antriebstechnik für Unternehmen, die marktführende Lösungen entwickeln, insbesondere Industrieanwendungen, Mobile Antriebstechnik und Erneuerbare Energien
    Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl: Höchste Qualität für anspruchsvolle industrielle Anwendungen
    Kanalsanierungstechnologie: Modernste grabenlose Technologie und Rohrummantelung

Im strategischen Fokus stehen die Weiterentwicklung der Branchenkompetenzen und die Forcierung der Umwelttechnologie z.B. auf den Gebieten Kanalsanierungstechnologie, Biomasseheizungen und Windkraft. Das organische Wachstum wird durch eine zunehmende Internationalisierung in Vertrieb und Beschaffung generiert und optional durch Unternehmenszukäufe ergänzt. Seit 1986 ist das Unternehmen an der Börse notiert (WKN 5897300, ISIN 0005897300, Börsenkürzel GRF).

 

Kontakt:
Greiffenberger AG           
           
Eberlestraße 28           
86157 Augsburg           
Tel.: 0821/5212-261           
Fax: 0821/5212-275           
E-Mail: ir@greiffenberger.de
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x