Die Deutsche Bank finanziert laut urgewald im großen Stil den Kohle-Bergbau. Laut der Umweltschutzorganisation engagiert sich die Deutsche Bank auch stark in der Projektfinanzierung von Kohlekraftwerken. / Bildquelle: Fotolia

15.06.16 Finanzdienstleister

Großbanken finanzieren Klimakiller – Studie sieht Deutsche Bank als einen Top-Finanzier des Klimawandels

Umweltschützer stellen Großbanken für die Finanzierung von extrem klimaschädlichen Projekten an den Pranger. Sie kritisieren die Deutsche Bank als weltweit größten Finanzierer von Kohle-Bergbau. Bei der Finanzierung von Kohlekraftwerken tut sich besonders die Citigroup hervor. Mit JP Morgen stellt ein anderer US-Konzern das meiste Kapital für besonders klimaschädliche Ölprojekte zur Verfügung. Das stellt eine Studie der Nicht-Regierungsorganisationen Banktrack, Rainforest Action Network, Oil Change International und Sierra Club fest. Deren deutsche Partnerorganisation urgewald hat den Report nun vorgestellt.

Aus Sicht von urgewald sticht die Deutsche Bank im Vergleich internationaler Großbanken negativ hervor: Beim Kohle-Bergbau belegt sie laut der Studie mit Finanzierungen in Höhe von 6,73 Milliarden US-Dollar zwischen 2013 und 2015 sogar den negativen Spitzenplatz. Bei Kohle-Kraftwerken liegt sie mit 6,19 Milliarden US-Dollar weltweit auf Platz zehn. Hier kommen fünf Großbanken auf über zehn Milliarden Dollar, liegt die Citigroup mit über 24 Milliarden Dollar weit vorne und die Deutsche Bank mit 6,2 Milliarden Dollar auf Rang 10. An der Finanzierung von extrem problematischen Ölprojekten, etwa von Bohrungen in der Arktis oder in der Tiefsee, haben sich JP Morgen und die Royal Bank of Scotland mit über 33 Milliarden Dollar beteiligt. Hier rangiert die Deutsche Bank im Vergleich auf Platz neun mit 14,55 Milliarden Dollar)

Hier  gelangen Sie zu dem in englischer Sprache veröffentlichen Report mit dem Titel „Shorting the Climate“.
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