Verladung einer Windkraftturbine für den Einsatz in britischen Gewässern. / Quelle: Siemens

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Großbritannien setzt weiter stark auf Offshore-Windkraft

Großbritannien wird auch weiterhin der wichtigste Akteur im Markt für Offshore-Windkraft bleiben. Zu dieser Einschätzung gelangt eine Analyse der Marktforscher von GlobalData aus London. Sie stellen fest, dass die britischen Windkraftkapazitäten auf See in den Jahren 2006 bis 2013 pro Jahr im Schnitt um rund 43 Prozent gewachsen sind. Dieses Ausbautempo werde zwar absinken. Aber bis 2020 werde die britische Offhore-Windkraftleistung immer noch pro Jahr um rund 17 Prozent zulegen. Das wiederum bedeute, dass die Gesamtkapazität von 3,7 Gigawatt (GW) Ende 2013 auf rund elf GW in 2020 anwachsen wird. Damit werde in 2020 mehr als ein Drittel der weltweiten Offshore-Windkraftleistung gestellt.

Die britische Regierung setzt beim Ausbau der Erneuerbaren Energein sehr stark auf die Windstromproduktion auf See. Die ist in 2013 gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent angestiegen, wie GlobalData ermittelt hat. Damit trug sie allein drei Prozent zur gesamten Energieproduktion im Vereinigten Königreich bei. Insgesamt keltterte der Anteil der Erneuerbaren Energien an der britischen Stromproduktion um 30 Prozent. Er soll bis 2020 auf 15 Prozent der gesamten Energieproduktion anwachsen.

Laut GlobalData bleibt Großbritannien damit ein wichtiger Absatzmarkt für Windradhersteller, die Großanlagen für den Einsatz auf hoher See herstellen. Derzeit werde dieses Geschäft von der deutschen Siemens dominiert, die 2013 mehr als die Hälfte aller Weltweit auf See installierten Windkraftanlagen geliefert habe. Auch die dänische Vestas setzt stark auf Offshore-Windkraft, während Gamesa aus Spanien dieses Geschäft erst aufbaut. Die deutsche Nordex hat sich aus Kostengründen aus diesem Markt zurückgezogen.
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