23.12.14 Finanzdienstleister

Grünes Geld ist für Stiftungen ein Zukunftsthema

Nachhaltige Vermögensanlage ist ein Zukunftsthema für Stiftungen. Dies zeigt eine aktuelle Befragung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Über 90 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass die Bedeutung des Themas in ihrer Stiftung zunehmen oder zumindest gleich bleiben wird. Mehr als 40 Prozent der befragten Stiftungen mit Anlagerichtlinien - und das sind zwei Drittel aller Stiftungen - haben darin bereits ethische, soziale oder ökologische Kriterien niedergeschrieben. Hierbei sind die kleineren Stiftungen führend: Fast 60 Prozent der Stiftungen mit einem Stiftungskapital bis zu einer Million Euro haben Nachhaltigkeitsaspekte in den Anlagerichtlinien verankert. Von den Stiftungen mit mehr Kapital sind es 35,1 Prozent.

Die Umsetzung fällt den größeren Stiftungen offenbar leichter: So bezieht laut dem Bundesverband fast jede zweite befragte Stiftung (49,3 Prozent) mit mehr als einer Million Euro Kapital nachhaltige Aspekte in die konkreten Anlageentsscheidungen ein. Bei den kleineren befragten Stiftungen ist es lediglich ein gutes Drittel (34 Prozent). Auch wird nur bei einem knappen Drittel (31,3 Prozent) aller befragten Stiftungen unabhängig - zum Beispiel durch einen Vermögensverwalter - überprüft, ob die Nachhaltigkeitskriterien eingehalten werden.

Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, mahnt: „Grünes Geld ist im Stiftungssektor ein Zukunftsthema. Doch besonders für kleinere Stiftungen ist es immer noch mehr Wunsch als Wirklichkeit. Das sehen wir auch klar als Auftrag an den Bundesverband, noch stärker zu beraten. Gleichzeitig müssen auch die Finanzdienstleister weiter umdenken. Nachhaltige Anlageprodukte gehören ins Rampenlicht und müssen für alle Stiftungen zugänglich sein.“
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