Transport eines Rotoren für eine Windkraftanlage der ABO Invest AG. / Quelle: Unternehmen

29.09.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Grünstromspezialistin ABO Invest AG auf Wachstumskurs

Die Abo Invest AG hat im ersten Halbjahr ihren Umsatz auf 9,9 Millionen Euro gesteigert.Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von rund 16 Prozent. Dazu trug laut dem Unternehmen, das eine Gründung der ABO Wind AG ist, wesentlich der Ausbau des Grünstromportfolios bei (mehr zu ABO Wind lesen Sie in diesem  Unternehmensportrait (Link entfernt)). Seit dem ersten Halbajhr 2013 hat sie die Windparks Clamecy, Escamps und Framersheim nue in Betreib genommen.

Die ABO Invest betreibt eine deutsche Biogasanlage und etliche Windparks in Europa, an denen Anleger sich über die Bürgerwindaktie beteiligen können. Die 39 Windenergieanlagen und die Biogasanlage der Gesellschaft haben nachihren Angaben zwischen Januar und Juni 2014 rund 108 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das waren 13 Millionen Kilowattstunden und damit 14 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die inflationsbedingte Anhebung der Vergütung in Irland und Frankreich sowie Mehreinnahmen aus der Direktvermarktung haben zur Umsatzsteigerung beigetragen.

Allerdings ist das Konzernergebnis nach Steuern negativ ausgefallen. Der Fehlbetrag belief sich für die erste Jahreshälfte 2014 auf rund eine Million Euro, nach einem Minus von 0,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013. Das höhere Periodendefizit entspreche den Erwartungen der ABO Invest AG, hieß es dazu. Diese erklärt das mit den „planmäßigen Anfangsverlusten“ der in Betrieb genommenen Windparks. Aufgrund der hohen Zinsverpflichtungen und Abschreibungen würden Windparks in den ersten Betriebsjahren üblicherweise bilanzielle Verluste erwirtschaften.

"Für den dauerhaften Erfolg des Unternehmens entscheidend ist, dass sich über einen längeren Zeitraum die Ertragserwartungen aus der Stromproduktion erfüllen", sagt Vorstand Dr. Jochen Ahn. Seit Gründung der ABO Invest 2010 habe das Portfolio in jedem Jahr die Erwartungen zumindest annähernd erfüllt. 2011 lag die Stromproduktion um fünf Prozent über Plan, 2012 wurde die Prognose um ein Prozent verfehlt, 2013 war die Produktion um 1,5 Prozent niedriger als erwartet.

Mit der regionalen Streuung der Windparks wachse die Wahrscheinlichkeit, die prognostizierten Stromerträge zu erreichen, so der Vorstand weiter. Während der französische Windpark Cuq von einem windstarken Halbjahr im Südwesten Frankreichs profitierte und die Prognose um 15 Prozent übertraf, seien andere Windparks hinter den Erwartungen zurück geblieben. In Summe habe das Portfolio als Ganzes die erwartete Strommenge annähernd erreicht und nur um rund zwei Prozent verfehlt.

Die ABO Invest kündigte die Inbetriebnahme weiterer Projekte an. So soll der Windpark Couffé im Departement Loire-Atlantique im Dezember 2014 ans Netz gehen und eine Kapazität von zehn Megawatt erreichen. Mit Saint Nicolas Auvergne und geplanten 14 Megawatt Kapazität soll im Frühjahr 2015 eine weitere französische Windfarm in Betreib genommen werden. Zudem will das Unternehmen im zweiten Quartal 2015 seinen ersten Windpark in Finnland starten. Das Projekts Haapajärvi in der Region Nordösterbotten soll eine Kapazität von 6,6 Megawatt erreichen. Damit wäre Finnland nach Frankreich, Irland und Deutschland das vierte Land, in dem ABO Invest Strom aus Windkraft produziert.

Vor einem Monat erklärte Unternehmenssprecher Alexander Koffka ein einem  ECOreporter-Interview, welche Schritte das Unternehmen in nächster Zukunft gehen will.

ABO Invest AG: ISIN DE000A1EWXA4 / WKN A1EWXA
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