Kleinunternehmer in Tadschikistan zählen zu den Mikrokreditnehmern, die von dem Fonds unteerstützt werden. / Foto: Invest in Visions

13.02.15 Fonds / ETF

Guter Jahresstart für den IIV-Mikrofinanzfonds

Mit Wertgewinn und Zuwachs beim Fondsvolumen ist der IIV-Mikrofinanzfonds der Invest In Visions GmbH aus Frankfurt ins laufende Jahr gestartet. Zudem hat sich auf der Management-Ebene des Fonds etwas getan: Invest in Visions verwaltet den Fonds jetzt selbst.
Der IIV-Mikrofinanzfonds erreichte im Januar 55.452 Kleinkreditnehmer 76 Prozent davon sind Landbewohner 73 Prozent sind Frauen. Die durchschnittliche Kredithöhe beträgt 1.115 US-Dollar.  Am stärksten aktiv ist der Fonds nach wie vor in Südamerika (20 Prozent des Fondsvolumens) und im Kaukasus (13 Prozent des Fondsvolumens). Die größten Länder-Positionen sind Tadschikistan, Kirgistan, Aserbeidschan, Peru und Ecuador. Der Fonds arbeitet mit Mikrofinanzinstiuten vor Ort zusammen, die vornehmlich in ländlichen Regionen Darlehen vergeben.
Deutlich mehr Geld zur Verfügung

Das Gesamtvolumen des Fonds  wuchs bis Ende Januar auf 98,1 Millionen Euro an. Gemessen am Volumen zum Jahresende 2014 ist dies ein Anstieg um knapp 23 Prozent. Die für Privatanleger reservierte Anlageklasse „R“ trug 37 Millionen Euro zum Gesamtvolumen bei. Das bedeutet eine Steigerung um 17 Prozent gegenüber dem Ende des Vorjahres. Durch die Zuflüsse waren 32 Prozent des gesamten  im IIV-Mikrofinanzfonds verwalteten Vermögens Barmittel. Diese gelte es schnellstmöglich in Mikrokredite zu verbringen, so die Invest In Visions GmbH. „Wir haben bereits eine Investitionspipeline von ca. 60 Millionen US-Dollar erstellt“, blickt das Unternehmen voraus.  
Die Privatanlegertranche des IIV-Mikrofinanzfonds legte im Januar 1,04 Prozent an Wert zu. Damit hat sie seit der Auflage des Fonds im Oktober 2011 rund 9 Prozent Kursgewinn erzielt. Pro Jahr kassiert die Fondsgesellschaft von Privatanlegern 1,4 Prozent Verwaltungsvergütung. Anfallende Gewinne werden ausgeschüttet. Der Ausblick für die weitere Entwicklung des IIV-Mikrofinanzfonds bewertet Invest in Visions positiv. Die Rahmenbedingungen in einigen Zielländern des Fonds seien im Begriff sich zu verbessern, hieß es.

Neue Struktur

Unterstützt wird Invest in Visions beim Management des seit dem 15. Januar 2015 umstrukturierten Fonds von Incofin IM. Dieser der auf Schwellenländer-Investments spezialisierte belgische Dienstleister aus Antwerpen berät und leistet Research. Zudem arbeitet Incofin IM mit Mikrofinanzinstituten in mehr als 40 Ländern zusammen. Neben der Umstellung des  Managements hat laut Invest in Visions seither auch die Kapitalverwaltungsgesellschaft und der Verwahrstelle gewechselt.

Seit dem 22. Juli 2014 können deutsche Privatanleger kaum noch Mikrofinanzfonds investieren. Nur der IIV–Mikrofinanzfonds bleibt weiterhin zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Denn dieser Mikrofinanzfonds ist als bislang einziger bei einer deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft aufgelegt worden. Damit ist er nicht von den Änderungen betroffen, die mit dem neuen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) einhergehen.

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