Einblick in die Fertigung bei SolarWorld. / Quelle: Unternehmen

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Hackerattacke auf SolarWorld AG aufgedeckt

Eine neue Wendung gibt es in der Auseinandersetzung des Bonner Solarkonzerns SolarWorld AG mit der Konkurrenz aus China. Das Unternehmen setzt sich in vorderster Front für Antidumping-Maßnahmen gegen Solarhersteller aus China ein. Während dieses Engagement in der EU nur zu Preisabsprachen der Union mit China für Solarimporte aus der Volksrepublik führte, erreichte SolarWorld USA gemeinsam mit Partnern, dass die Vereinigten Staaten hohe Strafzölle auf Soalrtechnik aus China erheben.

Nun gab das Washingtoner Justizministerium bekannt, dass SolarWorld USA Opfer eines mutmaßlichen Hackerangriffs aus China geworden ist. Wie vier weitere US- Unternehmen sei die amerikanische Tochterfirma von Solarworld durch Hacker im Dienst des chinesischen Militärs ausgespäht worden. Diese hätten Tausende elektronische Datensätze von SolarWorld USA gestohlen. Dabei sei es um Informationen über die finanzielle Lage des Solarkonzerns gegangen, dessen Produktionsverfahren, Herstellungstechniken und Kosten, aber eben auch um die Kommunikation des Unternehmens mit seinen Anwälten über die Dumpingklage. In dieser warf SolarWorld USA den chinesischen Konkurrenten mit Erfolg vor, von unfairer Unterstützung durch staatliche Stellen wie den chinesischen Staatsbanken zu profitieren und so Solartechnik zu Dumping-Preisen anbieten zu können.

Solarworld-Chef Frank Asbeck bestätigte die Ermittlungen der US-Behörden. Dem Unternehmen war zuletzt die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Per Mausklick gelangen Sie zu unserem  Beitrag, in dem wir die Aussichten des deutschen Solarkonzerns einschätzen.

SolarWorld AG:  ISIN DE000A1YDED6 / WKN A1YDED
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